Microsoft verweigert US-Behörden weiterhin europäische Daten

1. September 2014, 10:49
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Microsoft weigert sich weiterhin, E-Mails seiner Kunden aus Europa an US-Behörden herauszugeben und setzt in einem aktuellen Fall auf ein Berufungsverfahren.

Microsoft weigert sich weiterhin, E-Mails seiner Kunden aus Europa an US-Behörden herauszugeben und setzt in einem aktuellen Fall auf ein Berufungsverfahren. "Wir werden E-Mails nicht übergeben", erklärte ein Microsoft-Sprecher am Montag. "Dieser Fall wird vor das Berufungsgericht gehen." Es gehe jetzt darum, das geeignete Verfahren zu finden, um die Problematik zu klären.
Ein amerikanisches Bezirksgericht fordert aktuell von dem Unternehmen, E-Mails und gespeicherte Dokumente eines seiner Kunden herauszugeben, die in einem Rechenzentrum in Dublin lagern. Es bezieht sich dabei auf amerikanische Gesetze und betrachtet Microsoft grenzübergreifend als Betreiber der Dienste.
Eine entsprechende Anordnung war zunächst ausgesetzt worden, das Gericht hob die Sperre aber vergangene Woche auf. Das Verfahren soll nun am kommenden Freitag fortgesetzt werden.
Die US-Regierung habe nicht das Recht, den Inhalt von ausserhalb der USA gespeicherten E-Mails zu durchsuchen, betonte Microsoft-Jurist David Howard in einem Blog-Eintrag bereits im April. Microsoft und die den Konzern unterstützenden IT-Unternehmen wie Cisco und Apple haben ein massgebliches Interesse daran, ihren Kunden Datensicherheit auch vor direktem Zugriff der US- Behörden zu garantieren. (sda/mim)

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