Microsoft warnt vor einer neuen Malware, die von der Hackergruppe Nobelium verwendet wird, um sensible Informationen aus Active Directory Federation Services (AD FS) zu stehlen.
Nobelium wird für den Angriff auf die IT-Managementplattform Orion von Solarwinds verantwortlich gemacht. Es wird davon ausgegangen, dass die Gruppe mit der russischen Regierung in Verbindung steht.
Bei der von Microsofts Threat Intelligence Center (MSTIC) als Foggyweb bezeichneten Malware handle es sich um eine "passive und sehr gezielte Backdoor", wie es weiter heisst. Die Malware missbrauche das SAML-Token (Security Assertion Markup Language).
Offenbar wird Foggyweb seit April 2021 in freier Wildbahn eingesetzt. Malware ziele auf AD FS Server, um Anmeldeinformationen, Konfigurationsdatenbanken, entschlüsselte Token-Signierungs- und Token-Entschlüsselungszertifikate zu exfiltrieren und zusätzliche Komponenten herunterzuladen. Ziel der Angreifer sei, eine permanente Hintertür einzubauen, um ein Netzwerk in grösserem Umfang abzugreifen. Habe Nobelium Zugangsdaten erlangt und einen Server erfolgreich kompromittiert, versuche die Gruppe weitere, ausgeklügelte Malware einzuschleusen, heisst es vom MSTIC.
Für Anwender verweist Microsoft auf einen
Leitfaden mit bewährten Verfahren, um die Gefahr einzudämmen. Unter anderem wird empfohlen, die Kontrollrechte für den AD-FS-Zugriff einzuschränken und eine Multi-Faktor-Authentifizierung zu nutzen. Microsoft Defender Antivirus erkenne die neue Nobelium-Malware, fügt das Unternehmen an. Ausführliche Informationen zu
Foggyweb gibt es im Blogeintrag des MSTIC.