Mit der Gründung der Emea Services bündeln vier grosse IT- und Druckerersatzteil-Spezialisten, darunter Swissparts ihre Kräfte. Damit haben sie HP's weltweit grössten Ersatzteil-Disti geschaffen.
EMEA, Europa – Mittlerer Osten und Afrika - ist bei der neuen Gesellschaft mit Sitz im niederländischen Venlo nicht nur Name sondern auch Konzept. Die vier mit jeweils 25 Prozent an dem Unternehmen beteiligten Partner Swissparts AG, Express Group Ltd, MK Electronics Scandinavia AB und Service Parts Solutions habe ihre Firmensitze von Schweden bis Südafrika. Der Footprint deckt somit schon heute einen Grossteil der Länder zwischen dem Reykjavik und Cap Horn ab.
Der Druck von Hewlett-Packard auf Distributoren dürfte mit eine Rolle zu dem interessanten Schritt gespielt. haben. Emea Services wird denn auch auf einen Schlag zum weltweit grössten Distributor von HP-Ersatzteilen. Und anders als bei der Gründung der Disti-Allianz EWG (Also, Esprinet, ...), die von HP ebenfalls unterstützt wurde, sind die Partner von Emea Services von Beginn weg auch finanziell verflochten.
Eine Konkurrenzsituation zur EWG und deren Schweizer Partner Also sieht Ronald Potthoff, CEO der Swissparts allerdings nicht. In einem kurzen Telefoninterview zu dem er freundlicherweise zur Verfügung stand, sah er zwar gelegentliche Überschneidungen im Produktportfolio, besonders bei Neuprodukten, die Zielsetzung der Emea Services läge aber weiter konsequent im Ausbau des Ersatzteil- und Verbrauchsmittel-Geschäfts. Die amerikanische PartsNow! und die in Frankreich ansässige Europarts wären in diesem Bereich die wichtigsten Mitbewerber.
Während schon heute die vier Emea Services-Partner indirekt auf das komplette Angebot aller Mitglieder, also auch auf Produkte, für die man keinen Distributionsvertrag hat, zugreifen können, ist eine weitere Konsolidierung der Geschäfte unter dem Dach der neuen Unternehmung geplant. "Derzeit ist das (Bestellungen über die Partner, anm. D. Red.) noch etwas umständlich", sagte Ronald Potthoff zum Abschluss des Gesprächs. "Aber wir sind mit weiteren Herstellern im Gespräch und gespannt wie es weitergeht." (tm)
(Foto (c) Swissparts: Ronald Potthoff)