Diese Woche auf inside-channels.ch.
Bei Übernahmen spricht man oft auch davon, dass der Käufer das "Opfer" geschluckt hat. Es ist nun mal das natürliche Verhalten von Unternehmen, ihresgleichen zu schlucken, oder zu fressen (je nach dem, wie schnell der Brocken runtergeht). Wie Kannibalen. So erstaunt es nicht, dass diese Woche ein grosser britischer Hersteller von ERP-Software einen etwas kleineren ERP-Software-Hersteller aus der Westschweiz übernommen hat. Wir titelten:
"Sage Schweiz schluckt Pro-Concept".
Das Phänomen beschränkt sich freilich nicht nur auf die Software-Szene – obwohl diese in den vergangenen Jahren besonders kannibalistische Züge annahm. Auch die nimmersatten Schwaben von Bechtle haben diese Woche eine überraschende Übernahme angekündigt. Geschluckt wird in diesem Fall der Bremgartner Drucker-Dienstleister
Coma Services, dieses Jahr keine kleinen Schweizer mehr runterzuwürgen. Aber vielleicht interessierte sich Bechtle mehr für den "Koch" von Coma. Der hat jetzt nämlich eine strategische Position bei Bechtle in der Schweiz übernommen.
Die Gefrässigkeit kennt also keine Landesgrenzen. Dass es auch anders geht, zeigen die beiden seit wenigen Monaten unter dem Jelmoli-Dach vereinten Konkurrenten Fust und Eschenmoser. Unter dem strengen Auge von Mami Jelmoli zügelten sie ihren Hunger und haben sich – brav – nicht gegenseitig aufgefressen. Der
"Kannibalisierungseffekt" lag zumindest unter den Erwartungen.
Nicht nur essen, sondern auch etwas arbeiten sollen die Neuen bei
PSI Schweiz.
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