NSA-Effekt: Genfer Verschlüssler im Hoch

16. Oktober 2013 um 11:07
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QWave Capital investiert 5,6 Millionen Dollar in ID Quantique.

QWave Capital investiert 5,6 Millionen Dollar in ID Quantique.
Der Genfer Verschlüsselungs-Spezialist ID Quantique (IDQ) profitiert davon, dass Unternehmen nach den Enthüllungen von Edward Snowden über die Überwachungstätigkeiten des US-Geheimdienstes NSA verstärkt auf Verschlüsselung setzen. Das russische Investmentunternehmen QWave Capital, das auf Förderung von Quantentechnologie spezialisiert ist, hat 5,6 Millionen Dollar in ID Quantique investiert.
ID Quantique wurde 2001 gegründet und beschäftigt rund 20 Personen. Das Unternehmen richtet sich vor allem an staatliche Institutionen und Firmen aus der Finanzindustrie wie etwa die Notenstein-Privatbank sagte, sei QWave auf IDQ zugegangen und nicht etwa umgekehrt.
Bei QWave will man dazu beitragen, dass das Verschlüsselungs-Tool von ID Quantique - Quantum Key Distribution (QKD) - stärker verbreitet wird. Wie Ribordy sagt, bestehe das Unternehmen aus Wissenschaftlern, die sich nicht allzu viel um Kommerzialisierung kümmerten.
Knappe Ressourcen
IDQ spüre seit dem NSA-Skandal eine stärkere Nachfrage, doch die Ressourcen seien knapp. "Wir wollen unsere internationale Präsenz erweitern", wird Ribordy zitiert. Bislang sei man in Skandinavien tätig und man wolle sich vor allem auf europäische Länder konzentrieren. In den USA und Südkorea ist ID Quantique Vereinbarungen mit lokalen Partnern (z.B. Battelle) eingegangen. Man benötige dort aber mehr Zeit.
Serguei Kouzmine, Managing Partner bei QWave Capital und Präsident des russischen Quantum Centers, was ID Quantique genau macht und wofür das frische Geld verwendet werden soll. Demnach werde IDQ unter anderem die Marketingaktivitäten ausbauen sowie neue Produkte entwickeln. (mim)

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