OECD publiziert Grund­sätze für den Umgang mit KI

22. Mai 2019, 14:57
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Die 36 Mitgliedstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und sechs weitere Länder haben sich auf erste Grundsätze für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz verständigt.

Die 36 Mitgliedstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und sechs weitere Länder haben sich auf erste Grundsätze für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz verständigt. 50 Experten aus Industrie, von Regierungen und Unternehmen haben gemeinsam an den Leitlinien gearbeitet.
Dabei handle es sich nicht um harte Regeln und rechtlich bindende Massnahmen. Vielmehr sollen die Grundsätze "eine klare Orientierung darüber geben, welche Grundwerke respektiert werden müssen", sagt Anne Carblanc, Leiterin der OECD-Abteilung Digital Economy Policy Division, zu 'Politico'.
Im OECD-Papier werden eine Reihe von Prinzipien festgelegt, die sicherstellen sollen, dass die Technologie im Laufe der Entwicklung der KI der Menschheit zu gute komme und ihr nicht schade. Weiter werden Regierungen nachdrücklich aufgefordert, Richtlinien für eine "verantwortungsvolle Führung der vertrauenswürdigen KI" zu entwerfen. KI müsse transparent gemacht und stets als solche erkennbar sein. Die Systeme müssten "stets stabil und sicher arbeiten und potenzielle Risiken kontinuierlich untersucht und behandelt werden", heisst es weiter. Organisationen und Menschen, die mit KI-Systemen umgehen, sollten die Verantwortung dafür tragen, dass diese den Prinzipien gemäss arbeiten.
"Künstliche Intelligenz revolutioniert unser Leben und unsere Arbeit", sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurría. Sie biete zwar Vorteile für Wirtschaft und Gesellschaft. "Aber sie weckt auch Ängste und ethische Bedenken", fügte er hinzu. Ein Problem etwa ist, dass KI-Systeme anfällig dafür sind, dass Vorurteile aus der analogen Welt in den Systemen gespiegelt werden.
Die OECD fordert die Regierungen auch auf, öffentliche und private Investitionen in KI zu fördern, offene Datensätze für Entwickler einzurichten und den Datenaustausch zu fördern. Die Regierungen sollten auch die rechtlichen Rahmenbedingungen überprüfen, damit sich aus Bemühungen in der Forschung auch marktreife Anwendungen entwickeln können. (kjo(Keystone-sda)

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