Österreichischer CRM-Anbieter Update vor Übernahmen – auch in der Schweiz

30. Juli 2007 um 15:44
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Die Schweizer Niederlassung von Update Software hat zwei neue Kunden aus der Finanzindustrie gewonnen. SuperOffice hat seine Beteiligung bereits wieder verkauft.

Die Schweizer Niederlassung von Update Software hat zwei neue Kunden aus der Finanzindustrie gewonnen. SuperOffice hat seine Beteiligung bereits wieder verkauft.
Der Wiener Anbieter von CRM-Software, Update Software, wies heute den höchsten Quartalsumsatz in der bald zwanzigjährigen Unternehmensgeschichte aus. Der Gesamtumsatz im zweiten Quartal stieg um 43,3 Prozent auf 8,12 Millionen Euro, während der Betriebsgewinn (EBIT) auf über eine Million Euro verdoppelt werden konnte. Der Lizenzumsatz des börsennotierten Unternehmens wuchs um 53,8 Prozent. Update beschäftigt europaweit und in den USA über 260 Mitarbeitende.
"Möglichkeiten evaluieren"
Das Unternehmen gedeiht also weiterhin prächtig. Im Februar hatte das Unternehmen bekannt gegeben, in Westeuropa Akquisitionen zu planen. Update-Sprecher Jochen Zemroser sagt heute gegenüber inside-channels.ch, dass auch der Schweizer CRM-Markt damit gemeint war: "Sollte es CRM-Unternehmen in der Schweiz geben, die zu unserer Strategie passen sollten, sind diese Möglichkeiten natürlich zu evaluieren." Für Update Software sind grundsätzlich Unternehmen interessant, welche die strategischen Eckpunkte (Branchenfokus, regionale Expansion und Technologieführerschaft) unterstützen. Update hatte erst Ende April den deutschen Finanz-CRM-Anbieter Orgaplan übernommen.
Update ist bereits seit 1994 mit einer eigenen Niederlassung in Zürich präsent und nach eigenen Angaben mit dem Geschäftsverlauf sehr zufrieden. Unter der Leitung von Hanspeter Karl arbeiten dort zehn Angestellte. Wie es in der Mitteilung zu den Q2-Zahlen heisst, konnte das Unternehmen unter anderem in der Schweiz zwei Neukunden aus der Finanzbranche gewinnen. Schweiz-Chef Karl sagt nur: "Es handelt sich dabei um eine grosse Retailbank sowie eine Privatbank." Zu den Kunden von Update Schweiz zählen unter anderem Swissport, Keso, Kärcher, Glas Trösch, Laufen Bathrooms und die BKW FMB Energie AG.
SuperOffice wieder ausgestiegen
Vor einem halben Jahr hat der norwegische CRM-Anbieter SuperOffice (mit SuperOffice Team Brendel. Im Bericht zu den Q2-Zahlen von SuperOffice heisst es, dass die Anteile bereits wieder verkauft worden sind. Zemroser bestätigte dies gegenüber inside-channels.ch. Ungefähr 67 Prozent von Update Software befinden sich aktuell im Streubesitz. 25 Prozent hält die Baarer Beteiligungsgesellschaft Qino Management AG. Update-Gründer und CTO Arno Huber hält 7,2 Prozent. Die restlichen Anteile teilen sich Hans Strack-Zimmermann (Aufsichtsrat), Monika Fiala (CFO) und Frank Hurtmanns (Aufsichtsratvorsitzender).
Update-CEO Thomas Deutschmann sagt, dass das Unternehmen im Finanzdienstleistungssektor "auf dem besten Weg zur Marktführerschaft in Europa" ist. 2009 will Update einen Umsatz von 50 Millionen Euro erreichen. Eine "weitere grössere Akquisition" könnte dazu beitragen. Im nächsten Jahrzehnt soll Update die 100-Millionen-Grenze überschreiten, so die Vorstellung von Deutschmann. (Maurizio Minetti)

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