Office 365 mit Marktplatz für Zusatzprodukte

28. Juni 2011, 16:26
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Microsoft lanciert heute die Online-Version der Bürosoftware Office zu Preisen zwischen acht und knapp 40 Franken pro Monat und Anwender. Als Zückerchen für den Channel gibt es einen Marktplatz.

Microsoft lanciert heute die Online-Version der Bürosoftware Office zu Preisen zwischen acht und knapp 40 Franken pro Monat und Anwender. Als Zückerchen für den Channel gibt es einen Marktplatz.
Eine konsquente Channel-Politik ist eines der Geheimnisse des Erfolgs von Microsoft. Doch mit Office 365 verkauft Microsoft die wichtige Bürosuite erstmals nicht nur für Grösstfirmen, sondern auch für Einzelpersonen und KMU direkt und erbringt auch alle Services (Hosting, Security, Backup) selber.
Office 365 gibt es für Firmen und Einzelpersonen in total sieben Versionen (Schulversionen sind nicht mitgezählt). Ein-Mann- und Kleinstfirmen werden mit einer einfachen Version für acht Franken pro Anwender und Monat (für maximal 50 User) bedient.
Lokaler Lync-Server ab 38.50 pro Monat und User
Für grössere oder anspruchsvollere Firmen gibt es Lizenzen, die zwischen 13.25 und 38.50 Franken pro Monat und User kosten. Bei diesen Preisen sind Client-Lizenzen für die lokale Nutzung von Exchange, SharePoint und Lync Server inbegriffen, bei den zwei Versionen, die mehr als 30 Franken pro Monat kosten gibt es auch eine "richtige" Office-Version, die zusätzlich lokal auf den PCs installiert werden kann. In der Version für 38.50 Franken inbegriffen ist eine lokal installierte Version der "Telefonanlage" Lync Server.
Raffiniert sind die sehr günstigen Versionen für die "Arbeiterklasse": Mitarbeiter, die keinen eigenen PC haben. Für 5.26 oder 13.25 Franken pro Nutzer und Monat gibt es E-Mail, Kalender, einen SharePoint-Online-Client und Office Web Apps.
Der Trost: Marktplatz für Partner
Wie immer lässt Microsoft den Wiederverkaufskanal aber auch bei Office 365 nicht (ganz) im Regen stehen, sondern versucht, Reseller und vor allem Dienstleister mit ergänzenden Produkten einzubeziehen. Auf einem Office 365 Marketplace" werden nicht nur zertifzierte Dienstleister mit ihren Kompetenzen aufgelistet, sondern man kann auch Zusatzprodukte zu der Cloud-Version von Office verkaufen. So gibt es auf dem Marktplatz etwa 'officeatwork Lite', der Lösung für die Verwaltung von Dokumentenvorlagen innerhalb von Firmen, zu kaufen. Ebenfalls angeboten wird - um ein zweites Beispiel zu nennen - TPG ProjectHandbook, die Excel-Erweiterung für das Projektmanagement der Basler The Project Group.
digitec leitet Bestellungen weiter
Ausserdem können Reseller Office 365 promoten und Bestellungen weiterleiten. Dies macht etwa der Online-Händler Digitec. Digitec-Kunden können alledings nur eine einzige Einplatz-Version der einfachsten Version von Office 365 direkt bei Microsoft erwerben, wer mehr braucht, kommt über den Link bei Digitec nicht weiter. Auch Brack bietet seinen Kunden Links zu Microsofts Bestell-Webseite für Office 365 an. Über Brack kann man aber auch die "grösseren" Lizenzformen von Office 365 erwerben, allerdings auch hier nur für je einen User.
Auch ISPs könnten allenfalls von Office 365 profitieren, indem sie die Cloud-Software mit ihren Internet-Dienstleistungen bündeln. Dies macht ab heute etwa der Kabelanbieter upc Cablecom. Swisscom seinerseits will Office 365 mit den eigenen Dienstleistungen verknüpfen, ein entsprechendes Angebot soll aber erst gegen Ende Jahr verfügbar sein, wie die grösste Schweizer Telco heute mitteilt. (Christoph Hugenschmidt)

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