"Retter des Internets" Dan Kaminsky ist gestorben

27. April 2021 um 13:12
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Der Security-Forscher ist seiner Diabeteserkrankung erlegen. Er hatte 2008 gravierende DNS-Schwachstellen entdeckt.

Der IT-Security-Experte Dan Kaminsky ist am letzten Freitag, dem 23. April gestorben. Als Todesursache wurde eine diabetische Ketoazidose diagnostiziert, eine durch Insulinmangel ausgelöste Stoffwechselentgleisung. Dies bestätigt seine Nichte auf Twitter. Kaminsky wurde 42 Jahre alt.
Bekannt wurde der US-amerikanische Informatiker, als er 2008 eine gravierende Sicherheitslücke im Domain Name System (DNS) entdeckte. Erfolgreiche Angriffe auf das System hätten die Sicherheit im Internet stark gefährdet, da so unter anderem der gesamte E-Mail-Verkehr eines Unternehmens auf bösartige Server abgezweigt oder User, auch wenn sie alles richtig machen, auf falsche Sites gelenkt werden konnten, wie Kaminsky damals zeigte. Das Problem DNS Spoofing wurde mit verschiedenen Massnahmen behoben, tauchte aber 2020 auf einem neuen Weg wieder auf.
Kaminsky arbeitete unter anderem für Cisco, Avaya und Microsoft, wie seinem persönlichen Blog zu entnehmen ist. Er hielt regelmässig Vorträge auf dem Chaos Communications Congress des Chaos Computer Clubs und den Black Hat Briefings, wo er auch die Details zur Lücke im DNS offenlegte. Das Magazin 'Technology Review' verlieh ihm in der Folge den Titel "Retter des Internets".

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