Riesenauftrag des Vereins Citysoftnet geht an Emineo

12. Januar 2018 um 14:34
  • e-government
  • emineo
image

Zusammengeschlossen im Verein Citysoftnet erteilen die Städte Bern, Basel und Zürich den Zuschlag für ein neues Fallführungs- respektive Klienteninformationssystem (KiSS) an Emineo.

Bereits Ende 2014 haben sich die Städte Bern, Basel und Zürich zusammengetan, um gemeinsam ein neues Fallführungssystem respektive Klienteninformationssystem aufzugleisen. Unter der Führung des damals gegründeten Vereins Citysoftnet wurde ein grober Zeitplan erstellt, der bisher weitgehend eingehalten wurde, wie Citysoftnet-Geschäftsführer Thomas Alder gegenüber inside-it.ch festhält.
Der Grossauftrag steht allerdings noch unter dem Vorbehalt, dass die drei Städte die nötigen Kredite sprechen müssen. Der entsprechende politische Prozess wird gestartet, wenn in den nächsten zehn Tagen gegen den Zuschlag keine Beschwerde eingereicht wird. Das ist darum möglich, weil nur zwei Unternehmen sich um das Projekt beworben haben.
Neues System: ein bisschen SAP, ein bisschen OS und ZLPro
Auf Anfrage erklärt Emineo, dass das neue Fallführungssystem in eher geringem Umfang (Finanzen) auf SAP basieren werde. Weitgehend würde die Lösung auf angepassten Emineo-Modulen wie etwa dem eben erst lancierten ZLPro zur Berechnung von Ansprüchen an Zusatzleistungen beruhen und Neuentwicklungen auf Opensource-Basis umfassen.
Laut Alder wird in diesem Jahr parallel zum politischen Prozess nun bei den Städten und bei Emineo eine Organisation für das Projekt aufgebaut. Im günstigsten Fall könnten Ende 2018 dann erste Verträge unterschrieben werden. Von da an sei bis zur Einführung ab frühestens 2021 mit einer mindestens 2,5-jährigen Entwicklungs- und Parametrisierungsphase zu rechnen, so Alder weiter.

Gemeinsame Entwicklung soll zu Standard führen

Die Zusammenarbeit der drei Städte erhöhe die Chance, dass sich das neue Fallführungssystem zu einem Schweizer Standard entwickeln könnte, hiess es bei der Gründung von Citysoftnet.
Alle Städte verwenden derzeit Fallführungslösungen, deren Lebensdauer in den nächsten Jahren auslaufen wird. Statt drei individuelle Nachfolgelösungen zu suchen, wollen die beteiligten Partner auf eine gemeinsame Lösung setzen, hiesst es in der heutigen Mitteilung. Ein gemeinsames Vorgehen der drei grössten Deutschschweizer Städte erschliesse Synergien.
In Basel ist aktuell Tutoris.NET von Infogate im Einsatz. In Zürich wie in Bern ist die Software KiSS (Klienteninformationssystem) im Einsatz, doch sind die beiden Lösungen nicht vergleichbar, weil in Zürich alles ein Stück grösser ist. (vri/kjo)

Loading

Mehr zum Thema

imageAbo

Basel-Landschaft erneuert IT-Arbeitsplätze für 16,7 Millionen

Der Kanton hat drei Aufträge rund um den IT-Arbeitsplatz seiner Verwaltung vergeben. Die Zuschläge gehen an MTF Solutions, Dplan, Bechtle und Brack.

publiziert am 13.10.2026
imageAbo

Berufsbildungszentrum beschafft Prüfungs- und Lernplattform

Für 5,6 Millionen Franken liefert die deutsche Firma Arrabiata Solutions eine neue Plattform. Diese stellt das Zentrum Kantonen und Organisationen zur Verfügung.

publiziert am 13.10.2026
imageAbo

Kanton Zürich kann bei Gever-Software sparen

Das Geschäftsverwaltungssystem von CM Informatik soll in allen Verwaltungseinheiten zum Einsatz kommen. Dafür wird ein kostengünstiger kantonsweiter Vertrag abgeschlossen.

publiziert am 12.10.2026
imageAbo

Seco mietet sich in RZ von NTS ein

Das Staatssekretariat für Wirtschaft schliesst ein eigenes Rechenzentrum. Zum Preis von 10,8 Millionen Franken wird ins RZ "Colobern Nord" gezügelt.

publiziert am 8.10.2026