SAP: "Auch wir können jetzt Web 2.0"

14. Mai 2007 um 17:35
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Wenig Neues an der Sapphire-Eröffnung.

Wenig Neues an der Sapphire-Eröffnung.
SAP-Chef Henning Kagermann (Foto) hatte heute Morgen zur Eröffnung der SAP-Hausmesse Sapphire in Wien wenig Neues zu berichten. Klar: Über den Wechsel von prozessorientierten Informatik-Systemen hin zu servicoerientierten Architekturen, über die Veränderungen, die das Auseinanderreissen und neu Zusammensetzen von Wertschöpfungsketten für Infrastrukturen bedeutet, kann einer wie Kagermann lange sprechen. Was er an seiner Keynote auch tat. Doch wirklich neu war das alles nicht.
Prototyp einer "Web 2.0 - Oberfläche"
Am interessantesten war noch eine kurze Demo einer neuartigen Oberfläche für die SAP-Systeme. SAPs Chefdemonstrant zeigte ein Interface, in dem Web 2.0-artige Elemente (Mitarbeitende und Externe zur Mitarbeit bei einem Prozess einladen, Einbindung von unstrukturierten Daten und Kalenderfunktionen) mit Daten aus den SAP Kernsystemen verbunden werden. SAP-Software soll damit besser mit einem Denken in "Ereignissen" und "Rollen" umgehen und das Wissen von Mitarbeitenden und Partnern besser integrieren können. Wann solche "Web 2.0"-Features tatsächlich für SAP-Anwender verfügbar sein werden, sagte Kagermann allerdings nicht.
SAP kauft Callcenter-Spezialisten
Ebenfalls heute Morgen gab SAP zwei kleinere Übernahmen bekannt. Mit der finnischen Wicom übernahm der Walldorfer Riese einen kleinen Spezialisten für IP-Telefonieanlagen für Callcenter. Die "All-IP-basierte Contact-Center-Lösung" von Wicom soll über Web-Service-basierte Schnittstellen in SAPs CRM-Paket integriert werden. Die Contact-Center-Lösungen von anderen Herstellern würden aber weiterhin unterstützt, so SAP.
Zudem übernahm SAP die kleine (30 Mitarbeitende) norwegische Software-Firma MaXware, die sich auf Lösungen für die Verwaltung von Zugriffsrechten (Identity Management) spezialisiert hat. Solche werden in heterogenen Umgebungen, wo Partner, Kunden und Lieferanten immer enger in die eigenen Systeme eingebunden werden, immer wichtiger. Die Norweger zählen heute etwa 300 Kunden. (Christoph Hugenschmidt, Wien)

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