Schweizer Forscher wollen mit Nanomagneten Prozessoren revolutionieren

29. März 2019, 09:55
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Forschende des Paul Scherrer Instituts (PSI) und der ETH Zürich haben ein Phänomen des Magnetismus entdeckt, welches die Leistungsfähigkeit von Mikroprozessoren steigern könnte.

Forschende des Paul Scherrer Instituts (PSI) und der ETH Zürich haben ein Phänomen des Magnetismus entdeckt, welches die Leistungsfähigkeit von Mikroprozessoren steigern könnte. Ihre Erkenntnisse haben die Wissenschafter im renommierten Wissenschaftsmagazin 'Science' (lizenzpflichtig) veröffentlicht.
Die Forschenden haben eine Wechselwirkung auf der Ebene von sogenannten Nanomagneten entdeckt, die im Bereich von millionstel Millimeter angesiedelt sind. Sie können laut PSI zum Bau von Logikgattern eingesetzt werden, welche als Baustein eines Computers als eine Art Schalter funktionieren: Signale werden in das Gatter hineingeleitet und dort zu einem Ausgangssignal verarbeitet.
Transistoren der heute üblichen Prozessoren verarbeiten die Signale in binärer Form. Dieser Prozess könne nun auch durch Nanomagnete geleistet werden, was Mikroprozessoren kompakter und effizienter machen könnte, wie sich die Forschenden des PSI versprechen. Nun würde es in einem nächsten Schritt darum gehen, eine Anordnung von vernetzten Nanomagneten zu entwerfen und eine vollelektrische Steuerung von planaren logischen Gattern und Speichervorrichtungen zu erzielen.
Etwas mehr zur Grundlagenerkenntnis schreibt das Paul Scherrer Institut in einer Mitteilung. (ts)

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