Schweizer SAP-Anwender treiben S/4Hana-Projekte voran

23. Januar 2020 um 12:25
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Die Schweiz ist gemäss einer Befragung der Cloud gegenüber aufgeschlossen. SAP-Anwender wollen ihre Daten aber vorzugsweise im eigenen Land halten.

Die durchschnittlichen IT-Budgets von Schweizer SAP-Anwendern steigen auch im kommenden Jahr weiter an. Diese Entwicklung zeige sich auch bei den SAP-Investitionen. Dies geht aus dem aktuellen Investitionsreport der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) hervor. Die SAP-Budgets wachsen demnach bei der Hälfte der Schweizer befragten Unternehmen an.
Dies gelte jedoch nicht für alle Bereiche, denn 27 Prozent der Befragten gaben an, dass das SAP-Budget sinke. Ein rückläufiges SAP-Budget zeige sich insbesondere bei produzierenden Unternehmen. Ein Grund dafür könnte die wirtschaftliche Entwicklung sein, so die DSAG, die beispielsweise Zulieferer für die Automobilindustrie vorsichtiger in die Zukunft blicken lasse.

Investitionsbereitschaft für S/4Hana steigt

11% der befragten Schweizer Firmen haben den Wechsel auf S/4Hana bereits vollzogen und ebenfalls 11% wollen dies noch im laufenden Jahr machen. Knapp 30% plant einen Umstieg innert der nächsten drei Jahre und 20% später. Ein Viertel der SAP-Anwender hat aber noch keine Entscheidung gefällt, so die weiteren Ergebnisse der DSAG-Befragung.
Dieses Jahr hat die Anwendergruppe auch danach gefragt, welchen Ansatz die SAP-Kunden für die S/4Hana-Migration wählen wollen oder gewählt haben. 34% haben sich für einen Brownfield-Ansatz entschieden, während 11% den Greenfield-Weg wählten. Fast 40% gaben jedoch an, dass sie sich noch nicht für einen Ansatz entschieden haben. 
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Grafik: DSAG, 2020
Am Schweizer Markt sehe es gut für SAP aus, so das grundlegende Fazit der DSAG. Laut der Umfrage ist die Schweiz dem deutschsprachigen Ausland bei der Einführung von S/4Hana weiterhin leicht voraus. "Die Digitalisierung schreitet bei den DSAG-Mitgliedsunternehmen weiter voran, die Zahl der realisierten S/4Hana-Projekte wächst – insgesamt sind die Schweizer Unternehmen auf einem sehr guten Weg", fasst DSAG-Ländervorstand Christian Zumbach zusammen.
Dennoch bringt die DSAG Kritik an SAP an beziehungsweise wiederholt den Wunsch der Anwendervereinigung nach mehr Unterstützung und klaren Definitionen der Produktlandschaften.

Schweizer Anwender zeigen sich der Cloud gegenüber aufgeschlossen

Die strategische Ausrichtung von SAP hin zu einem stärkeren Cloud-Geschäft ist nicht neu. "Als DSAG ist es unsere Aufgabe, hier Grenzen aufzuzeigen, denn die Cloud ist noch nicht für jeden Bereich und jede Branche geeignet", kommentiert Zumbach.
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Grafik: DSAG, 2020
"Hohe und mittlere" Investitionen plant knapp jede fünfte Schweizer Firma in Successfactors und SAP Analytics Cloud. Je 11% nannten Ariba und C/4Hana. Diese Zahlen liegen über dem Dach-Schnitt.
Die grössten Bedenken hinsichtlich der Cloud hierzulande haben die öffentliche Verwaltung, die Gesundheitsbranche und die Fertigungsindustrie. Laut der Mitteilung der DSAG brauche es im Cloud-Bereich "mehr Erklärung, belastbare Roadmaps und frühere Informationen", so die Mitteilung.
Beim Thema Applikations-Plattformen kristallisieren sich Microsoft Azure und die SAP Cloud Platform als klare Favoriten der Schweizer Unternehmen. Danach gefragt, in welche Plattformen als PaaS-Lösungen die DSAG-Mitgliedsunternehmen investieren, antworten 29% der Schweizer Firmen mit Microsoft Azure, 21% mit der SAP Cloud Platform und 8% nannten Amazon Web Services.
Insgesamt sei die Schweiz der Cloud gegenüber aufgeschlossen. Es zeige sich aber eine Präferenz, dass die Anwender ihre Daten in einer Cloud-Lösung im eigenen Land halten wollen, schreibt die DSAG. Daher wäre es aus Sicht der Anwendergruppe wünschenswert, hier gemeinsam mit SAP, entsprechende Lösungen zu erarbeiten.
Interessenbindung: inside-it.ch ist Medienpartner der DSAG. 

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