Schweizer Softwarehändler wird zum Multi

28. Juni 2006, 16:41
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Softwarepipeline übernimmt grossen US LAR - und das ist noch lange nicht das Ende.

Softwarepipeline übernimmt grossen US LAR - und das ist noch lange nicht das Ende.
Softwarepipeline, der mit Abstand grösste Schweizer Lizenzenspezialist und Microsoft Large Account Reseller (LAR) übernimmt für einen nicht genannten Betrag den US Softwarehändler SoftwareOne. SoftwareOne ist beileibe keine kleine Klitsche, sondern belegt im VARBusiness 500, der Rangliste der US Reseller, Rang 366 und machte letztes Jahr mit etwa 60 Mitarbeitenden einen jährlichen Umsatz von 43 Millionen Dollar. SoftwareOne hat in den USA vier Niederlassungen.
"In den USA sind die Wurzeln des Geschäfts," sagt Co-CEO Patrick Winter von Softwarepipeline. "Wenn man nicht in den USA präsent ist, ist man für die grossen US Software-Hersteller ein Niemand." Normalerweise seien es die grossen US-Firmen wie Softwarespectrum, die nach Europa expandierten. Softwarepipeline ist nun der erste Europäer, der den Schritt über den grossen Teich wagt.
Die Winterthurer/Stanser hatten zwar bisher bereits eine kleine Niederlassung in den USA, "aber mit zwei oder drei Mann bewegt man nichts," so Winter. Der Deal mit SoftwareOne ist gemäss Winter übrigens vollständig eigenfinanziert.
Expansion im Halbjahres-Rythmus
Softwarepipeline fusionierte im Herbst 2004 mit René Gillis Microware und übernahm gut ein Jahr später auch noch Hugo Eppenbergers Outlook AG. Seitdem ist Softwarepipeline in der Schweiz die klare Nummer 1 unter den Lizenz-Spezialisten. Seit Jahren ist die Firma mit der Niederlassung in Singapur auch in Asien vertreten.
Der (grosse) Schritt in die USA soll für die "petits Suisses" nicht der letzte bleiben. Winter: "Wir haben klar eine globale Strategie und werden in Europa, den USA und Asien weiter expandieren. Sie können mit Neuigkeiten im Halbjahresrythmus rechnen," so Winter zu inside-channels.ch.
Am Ende von Winters und René Gillis "5-Jahresplan" soll ein global agierender KMU mit 300 bis 400 Mitarbeitenden stehen. Grund: multinationale Grossfirmen wollen vermehrt von einem Lizenzen-Spezialisten betreut werden. Und auch Microsoft als wichtigster Sofware-Hersteller stellt an seine Partner laufend höhere Ansprüche an Qualität und Umfang der Dienstleistungen. Winter: "Man muss das Lizenzengeschäft heute weltweit verstehen. Wir wollen uns als globaler, hochspezialisierter Player neben den "Grossen" HP und Softwarespectrum positionieren." (Christoph Hugenschmidt)
(Foto: Patrick Winter (links) und René Gilli beim Aushecken ihres "5-Jahresplans" vor gut 2 Jahren).

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