Sieben Vorstösse zur Förderung von Open-Source-Software

18. Juni 2009 um 13:20
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Parlamentarische Gruppe digitale Nachhaltigkeit drängt weiter auf den Einsatz von Open-Source-Software in der öffentlichen Verwaltung.

Parlamentarische Gruppe digitale Nachhaltigkeit drängt weiter auf den Einsatz von Open-Source-Software in der öffentlichen Verwaltung.
Mitglieder der parlamentarischen Gruppe digitale Nachhaltigkeit haben während der Sommersession des Nationalrates insgesamt sieben Vorstösse eingereicht, die zum vermehrten Einsatz von Open-Source-Software in der öffentlichen Verwaltung führen sollen.
So hat gemäss der Mitteilung der Swiss Open System User Group ch/open etwa Nationalrätin Edith Graf-Litscher (SP) drei Vorstösse eingereicht. Einerseits fragte sie den Bundesrat an, wie viele nicht ausgeschriebenen Informatikbeschaffungen über der WTO-Schwelle von 250'000 Franken in den letzten drei Jahren von Bundesstellen getätigt wurden. Der Bundesrat antwortete, dass ein wie in Deutschland und Holland bewährtes verwaltungsinternes Open-Source-Kompetenzzentrum geschaffen wird, um die Aktivitäten in der Schweizerischen Verwaltung zu koordinieren.
Nationalrat Walter Donzé (EVP) wollte vom Bundesrat wissen, ob vor der Beschaffung von Microsoft Windows Vista und Office 2007 jemals eine Studie zur Abklärung von Alternativen zu dieser Migration gemacht wurde. Der Bundesrat verweigerte eine Open-Source-Studie, um "die kostensparenden sowie volkswirtschaftlichen Folgen eines vermehrten Einsatz von Open-Source-Software abzuschätzen".
Nationalrat Christian Wasserfallen (FDP) reichte eine Interpellation von Thomas Weibel (GLP Kt. Zürich) verlangt. Der ISO-Standard Open Document Format (ODF) soll in der Schweizerischen Bundesverwaltung als Standard für Office-Dateien festgelegt werden. Ausserdem soll eine öffentliche Liste der zu verwendenden Datenformate erstellt werden, wobei jede Abweichung von offenen Standards zu begründen ist und ein Migrationsweg auf ein offenes Format aufgezeigt werden muss. (bt)

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