Beim Kantonalen Steueramt St. Gallen (KStA SG) läuft das Grossprojekt "IT Steuern SG+". Für 43 Millionen Franken soll die historisch gewachsene IT-Landschaft umfassend modernisiert werden. Die bestehenden IT-Lösungen sind laut Kanton zwischen 6 bis fast 25 Jahre alt, die zentralen Veranlagungs- und Bezugslösungen über 12 Jahre.
Ziel von "IT Steuern SG+" ist es, für das gesamte St. Galler Steuerwesen – mit direkter Bundessteuer, Kantons- und Gemeindesteuer, Kirchensteuer etc. – eine moderne und wirtschaftliche Gesamtlösung aufzubauen. Dafür hatte das KStA
im Juli 2021 eine Ausschreibung für Projektmanagement sowie für Qualitäts- und Risikomanagement publiziert.
Die Zuschläge für diese beiden Lose sind jetzt erfolgt. Der Kanton schätzt den Umfang für das Los 1 (Projektmanagement Office) auf 200 Personentage und für das Los 2 (Qualitäts- und Risikomanagement) auf 120. Die Anbieter sollen dem Amt ab dem Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung bis Mitte 2023 entsprechende Fachpersonen zur Verfügung stellen. Für beide Lose gibt es die Option auf eine Verlängerung bis 2026 respektive 2029.
Für Los 1 sind 7 Angebote eingegangen, laut der Zuschlagspublikation auf Simap bewegt sich die Preisspanne der eingegangenen Angebote zwischen 948'000 und 1'372'000 Franken. Der Zuschlag ging an Spol aus Steinhausen ZG, einem Spezialisten für Projektportfolio- und Projektmanagement. Gewichtet wurden als Zuschlagskriterien Preis und Befähigung mit je 35%, Interview mit 30%.
Für Los 2, Qualitäts- und Risikomanagement, sind 9 Angebote eingegangen. Die Preisspanne liegt hier zwischen 649'000 und 1'011'000 Franken. Den Zuschlag bekam der Consultant Linkin aus Bern. Die Gewichtung der Zuschlagskriterien war dieselbe wir bei Los 1.