Taraba übernimmt Rotronics Disti-Geschäft

18. Dezember 2013, 12:15
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Die neue Rotronic-Secomp gehört mehrheitlich Michael Taraba. Rotronic-Besitzerin Susanne Schroff hält nur noch eine Minderheit. Die "alte" Rotronic konzentriert sich auf Messgeräte und Industrie-Produkte.

Die neue Rotronic-Secomp gehört mehrheitlich Michael Taraba. Rotronic-Besitzerin Susanne Schroff hält nur noch eine Minderheit. Die "alte" Rotronic konzentriert sich auf Messgeräte und Industrie-Produkte.
Gestern Abend hat der Bassersdorfer IT-Distributor und Messgeräte-Hersteller Rotronic eine Aufspaltung des Unternehmens bekannt gegeben. Neu kümmert sich einerseits Rotronic-Secomp um CE-, IT- und Haushaltsgeräte-Distribution und andererseits ist die "alte" Rotronic für Messgeräte und Industrie-Produkte zuständig. Um das IT-Disti-Geschäft zu bündeln, hat Rotronic das IT-Disti-Business von Rotronic Schweiz mit dem deutschen Tochterunternehmen Secomp zusammengelegt. Heute wird klar: Die neue Rotronic-Secomp gehört nicht mehr zu Rotronic.
Rotronic hatte Secomp im badischen Ettlingen Ende der Achtzigerjahre gegründet. Der Name setzt sich aus "Schroff Electronics Components" zusammen. Die Firma gehörte anfänglich zu 90 Prozent dem Rotronic-Gründer Gunther Schroff und zu 10 Prozent dem Rotronic-Geschäftsführer Michael Taraba (Foto). Später stockte Taraba seinen Anteil auf 30 Prozent auf, die Familie Schroff hielt 70 Prozent. Die Secomp-Gruppe gehört nun zu 65 Prozent Taraba. Die Rotronic-Besitzerin Susanne Schroff hält nur noch 15 Prozent der Anteile. Rotronic-CFO Hansruedi Merz sowie Roland Silvestri, der für CE-, IT- und Haushaltsgeräte zuständig ist, besitzen je 10 Prozent.
Die "alte" Rotronic hat mit CE, IT und Haushaltsgeräten also nichts mehr direkt zu tun. Sie wird weiterhin Messgeräte entwickeln, produzieren und verkaufen. Ausserdem verbleibt auch der Bereich "Industrie", zu dem der Handel mit 19"-Systemen, USV-Lösungen sowie Überwachungs- und Sicherheitssystemen gehört, bei der "alten" Rotronic.
Kein Abbau
Die Aufspaltung habe keine personellen Konsequenzen, sagte heute Firmensprecher Christian Zengaffinen in einem Telefongespräch mit inside-channels.ch. Taraba leite die Geschäfte beider Unternehmen. In Deutschland beschäftigen Rotronic und Secomp aktuell rund 80 Personen, während es in Bassersdorf zirka 160 sind. Gemäss Zengaffinen sollen Rotronic und Rotronic-Secomp auch weiterhin gemeinsam in Bassersdorf stationiert sein.
Zengaffinen betont, dass die Trennung des Distributionsgeschäft vom Messgeräte-Geschäft kein schleichender Abbau der IT-Distribution bedeute. Im Gegenteil. Durch die Zusammenlegung des IT-Geschäfts von Rotronic Schweiz mit dem früheren deutschen Tochterunternehmen Secomp entstehe ein "schlagkräftiges europaweit agierendes Unternehmen".
Im zweiten Kalenderhalbjahr habe man den Umsatz im UE- und Haushaltsgeräte-Geschäft markant gesteigert, sagt Zengaffinen. Schwieriger lief es allerdings - wie schon seit Jahren - im IT-Komponenten-Business. (Maurizio Minetti)

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