Luzern: Helpdesk wegen neuer Steuersoftware überlastet

19. Februar 2021, 13:29
  • e-government
  • behörde
  • steuernachzahlung
image

Die Software von Information Factory läuft trotz "kleinerer Fehler" rund, aber Anwenderprobleme häufen sich.

Der Kanton Luzern hat die Steuersoftware für natürliche Personen von Grund auf erneuert. Weil sich ausserordentlich viele Personen, die mit der neuen Software nicht zurechtkommen, beim Helpdesk melden, ist dieser derzeit überlastet. Der Kanton baut deshalb die Kapazitäten "deutlich" aus.
Die neue Software funktioniere gut, in der Einführungsphase entdeckten Anwender laut der Staatskanzlei jedoch "einige, kleinere Fehler", die sie dem Helpdesk meldeten. Auf Anfrage von inside-it.ch erklärt Paul Furrer, der Leiter der Dienststelle Steuern: Zum Beispiel seien nicht auf allen Geräten die Buttons korrekt angezeigt worden. Diese seien umgehend korrigiert worden.
Die Fehlermeldungen trugen zur Überlastung des Helpdesks bei. Die meisten Anrufe beim Helpdesk seien aber auf Handlingprobleme zurückzuführen gewesen, so Furrer. Man hätte wohl früher erste Anpassungen in der alten Software vornehmen müssen, um dies etwas zu abzumildern.
Bislang wurden bereits über 7000 Steuererklärungen im Kanton mit der neuen Software eingereicht, so Furrer weiter. Sie stammt von der Softwarefirma Information Factory. Die alte Steuerlösung für natürliche Personen war auf die Steuerperiode 2020 erneuert worden, weil sie nach 15 Jahren das Ende ihres Lebenszyklus erreicht hatte.
In einer Medienmitteilung stellt die Staatskanzlei in Aussicht, dass sich die "angespannte Situation beim Helpdesk" in den nächsten zwei bis drei Wochen durch den Ausbau der Kapazitäten wieder normalisieren sollte.
Der Kanton empfiehlt deshalb, mit Anfragen etwas zuzuwarten. Die Frist zur Einreichung der Steuererklärung könne bei Bedarf online verlängert werden.

Loading

Mehr zum Thema

image

Winterthur ist gegen mehr moderne Technik im Parlament

Die Winterthurer Stimmbevölkerung hat einen Zusatzkredit für den technischen Ausbau des Parlamentssaals deutlich abgelehnt.

publiziert am 26.9.2022
image

Justitia 4.0: Anwälte können Portokosten sparen

Nächstes Jahr startet die Entwicklung von Justitia 4.0. Im Interview erläutert Gesamtprojektleiter Jacques Bühler, wie er Anwälte überzeugen will, warum die Post auf Millionen verzichten muss und weshalb das Mitmachen der Kantone freiwillig ist.

publiziert am 23.9.2022
image

Die Steuerverwaltung zentralisiert ihre Online-Dienste

Alle E-Services der ESTV werden ab November über das ePortal des Finanzdepartements zugänglich. Zudem sollen dort neue Services angeboten werden.

publiziert am 23.9.2022
image

Podcast: Eh, eh, eh... EPD, E-Impfbüechli und E-ID

Ein neuer Anlauf mit dem digitalen Impfbüechli steht bevor. Und auch beim EPD solls endlich vorwärtsgehen. Aber kommt das gut? Darüber reden wir in der aktuellen Podcast-Folge und sagen, was das alles mit der E-ID zu tun hat.

publiziert am 23.9.2022