Umfrage von SwissICT zeigt grosses Bedürfnis nach einer E-ID

6. Juli 2017, 13:54
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Mitte Juni hat der Verband SwissICT unter den Abonnenten seines Newsletters eine Umfrage zur E-ID lanciert.

Mitte Juni hat der Verband SwissICT unter den Abonnenten seines Newsletters eine Umfrage zur E-ID lanciert. Sie lief bis Ende Juni und nun liegen die Ergebnisse vor. Die Resultate lassen aufhorchen, schreibt swissICT, obwohl sie – mit weniger als hundert Umfrageteilnehmern – nicht repräsentativ sind.
Die Umfrageergebnisse zeigen ein deutliches Bedürfnis für die E-ID. Drei Viertel der Teilnehmer befürworten, dass alle Interaktionen mit dem Staat in Zukunft in erster Linie elektronisch erfolgen sollen. Dies sei umso wichtiger, da über 75 Prozent der Befragten angegeben haben, dass sie sich im vergangenen Jahr auch ausserhalb von Reisen ins Ausland mit staatlichen Dokumenten ausweisen mussten.
Müsste der Staat sich um die Infrastruktur kümmern?
Die Umfrage zeigt, dass Skepsis gegen Herausgeber einer E-ID aus der Wirtschaft herrscht. Eine E-ID mit Sicherheitsmerkmalen, die einem biometrischen Pass entsprechen, soll ausschliesslich vom Staat herausgegeben werden können. Dafür sprechen sich rund 85 Prozent Umfrageteilnehmer aus.
"Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Resultate im Widerspruch zu den aktuellen Bestrebungen stehen, wonach ganz ausdrücklich auch private Anbieter als E-ID-Herausgeber vorgesehen sind und sich von staatlichen Behörden 'nur' das Gütesiegel geben lassen müssen", kommentiert Verandspräsident Thomas Flatt die Ergebnisse. So stellt er denn auch die Frage in den Raum, ob sich nicht der Staat dem Thema mit mehr Aufmerksamkeit widmen müsste und die Sache auch infrastrukturtechnisch in die eigenen Hände nehmen müsste. (kjo)

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