VBS: Nach dem ERP ist vor dem ERP

6. Juli 2017, 11:16
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In den letzten elf Jahren investierte das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) über 210 Millionen Franken in die Weiterentwicklung seiner ERP-Systeme.

In den letzten elf Jahren investierte das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) über 210 Millionen Franken in die Weiterentwicklung seiner ERP-Systeme. Das Programm wurde Ende 2016 abgeschlossen, und im Dezember 2016 erstmals von der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) geprüft. Die Einführung der nächsten Generation der SAP-Software steht bereits bevor.
Die Prüfung des Programms, genannt "Betriebswirtschaftliche und Logistische Systeme der Verteidigung und der armasuisse", fokussierte auf den Abschluss des Programms, schreibt die EFK.
Das vom VBS gewählte Vorgehen, alle SAP-Vorhaben im Departement gesammelt in einem Programm zusammenzufassen, sei zielführend gewesen, schreibt die EFK. Das VBS habe das Programm professionell abgewickelt, so das Fazit.
Das Departement weist 40 Millionen Franken an nicht verbrauchten Budgetmitteln aus. Dabei handelt es sich aber nicht nur um Einsparungen. Im Betrag enthalten sind auch nicht realisierte Leistungen. Mangels einer Bewertung der Pendenzen ist eine Zuordnung nicht möglich, heisst es im EFK-Bericht.
Nächste Herausforderung ist S/4Hana
Die SAP-Software, die beim VBS im Einsatz ist, nähert sich dem Lebensende. Ab 2025 wird sie von den Walldorfern nicht mehr unterstützt und muss daher ersetzt werden.
Der Bundesrat hat vor rund einer Woche an seiner Sitzung entschieden, dass in der zentralen Bundesverwaltung auch künftig SAP als ERP-Software zum Einsatz kommen soll. Der EFK-Bericht wurde vor diesem Beschluss verfasst. Ein Projektausschuss habe sich aber bereits im März einstimmig für die Business Suite SAP S/4Hana als Basis für das künftig ERP-Kernsystem ausgesprochen.
Die Weiterentwicklung der ERP-Systeme bleibt somit auch nach Abschluss des Programms eine Daueraufgabe für das VBS, wie es im Bericht weiter heisst. In Anbetracht des komplexen Umfelds und der Abhängigkeiten zu anderen grossen Projekten des Bundes plant das VBS die Weiterentwicklung wiederum als Programm zu führen.
Unterstützt bei der Migration auf S/4Hana wird das VBS vom Informatiksteuerungsorgan des Bundes (ISB). Seit Dezember 2016 erarbeitet das ISB die ERP-Strategie 2023, die sowohl die militärischen als auch die zivilen Lösungen umfassen. Das VBS ist folglich im Projekt und dessen Ausschuss vertreten. Aus Sicht der EFK erhöht diese Zusammenarbeit die Chance, dass das VBS die Migration auf die nächste SAP-Generation bis Ende 2025 schaffen wird. (kjo)

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