Verkäufe? Fusionen? Börsengänge? Jelmoli/Fust erwägt grossen Umbruch

10. Januar 2007, 10:13
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Jelmoli sich strategische Gedanken zur Zukunft. Gemäss Generalsekretär Daniel Gfeller steht "alles zur Disposition", darunter auch Fust.

Jelmoli macht sich strategische Gedanken zur Zukunft. Gemäss Generalsekretär Daniel Gfeller steht "alles zur Disposition", darunter auch Fust.
Der Verwaltungsrat der Jelmoli Holding AG hat beschlossen, seine zukünftige Strategie zur Weiterentwicklung des Konzerns zu überprüfen, wie er heute Morgen mitteilte. Einerseits könnte man dabei zum Schluss kommen, die bisherige Strategie weiterzuführen. Man wolle aber auch andere Optionen prüfen, zum Beispiel einen Verkauf oder eine Abtrennung mit anschliessendem Börsengang von "ganzen oder einzelnen Teilen des Immobilien-Portefeuilles sowie von Detailhandelsaktivitäten."
Wie uns Jelmoli-Generalsekretär Daniel Gfeller erklärte, will man sich ausdrücklich alle Optionen offenhalten. Daher sei keine der Jelmoli-Aktivitäten und natürlich auch nicht die Elektronik-Retailkette Fust, die den Löwenanteil des Jelmoli-Umsatzes ausmacht, von diesen Überlegungen ausgeschlossen. Man wolle im Verwaltungsrat eine "grosse Auslegeordnung" machen und wirklich alle Möglichkeiten, zum Beispiel auch Kooperationen und ähnliches prüfen. Da die Geschäfte aber momentan in allen Bereichen gut laufen würden, stehe der Verwaltungsrat nicht unter einem besonderen zeitlichen Druck. Gfeller erwartet, dass der Verwaltungsrat das Resultat seiner Überlegungen "im Laufe dieses Jahres" bekannt geben werde.
Um die juristische Struktur des Konzerns an die heutige Konzernstruktur anzupassen, hat der VR beschlossen, die Detailhandels - und Immobilienaktivitäten nicht nur organisatorisch sondern auch rechtlich zu trennen. Im Verlaufe des ersten halben Jahres werden darum die Detailhandelsaktivitäten in neu gegründete Gesellschaften eingebracht. Gemäss Gfeller hat dies keinen "direkten Zusammenhang" mit den oben erwähnten Überlegungen. Falls es aber tatsächlich zum Beispiel zu einer Abtrennung von Unternehmensteilen kommen sollte, hätte man so natürlich einfachere Voraussetzungen. (Hans Jörg Maron)

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