Wuala wird eingestellt

18. August 2015 um 11:05
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Der einst gehypte Schweizer Online-Startup wird eingestampft.

Der einst gehypte Schweizer Online-Startup wird eingestampft.
Das "Schweizer Taschenmesser unter den Online-Speichern", wie Wuala für sich einst selbst geworben hat, ist am Ende. Der als Schweizer ETH-Spinoff.
Zu den Hintergründen der Einstellung des Dienstes waren von LaCie bisher keine Informationen zu bekommen. Offen ist auch wie viele Mitarbeiter von der Schliessung betroffen sind. Als Lacie 2012 von Seagate gekauft wurde und damit auch Wuala den Besitzer bewechselte, waren noch 16 Entwickler in Zürich beschäftigt. Der einstige Mitgründer Luzius Meisser teilt nur mit, dass er über "keine weiteren Informationen, als die, die schon öffentlich bekannt sind", verfügt. Die "bedauerliche Schliessung von Wuala" möchte er aber genauso wenig kommentieren wie sein damaliger Partner Dominik Grolimund.
Wuala-Kunden erfahren immerhin auf der Support-Seite wie der Ausstiegsplan detailliert aussieht. So können ab sofort keine Verträge mehr verlängert, kein weiterer Speicherplatz mehr gekauft und nur noch bis Ende September Daten in die Cloud geladen werden. Von da ab sollen die Konten nur noch im Lese-Modus einsehbar sein. Am 15. November ist dann endgültig Schluss und alle Daten werden gelöscht. Wer ein aktives Jahresabonnement unterhält, dem wird immerhin versprochen, die nicht genutzten Gebühren zurückerstattet zu erhalten.
Als Alternative zum eigenen Angebot empfiehlt Wuala den Umstieg auf die schweizerisch-ungarische Cloud-Lösung Tresorit. Dort hält man gegenüber inside-it.ch fest, dass man nichts für die potenziellen Plattformwechsler bezahlt habe. Weitere Angaben zur Einstellung von Wuala will man aber auch dort nicht machen und verweist auf LaCie. Noch keine Informationen gab es darüber, ob bereits Kunden gewechselt sind. (vri)

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