WWW-Quellcode für 5,4 Millionen Dollar versteigert

1. Juli 2021, 09:30
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Der von Internet-Erfinder Tim Berners-Lee geschaffene NFT ist weg. Nun darf man über den Preis diskutieren.

Der ursprüngliche Quellcode für das World Wide Web wurde als nicht-fungibles Token (NFT) versteigert und brachte 5,4 Millionen Dollar ein.
Das Höchstgebot  für das NFT von Internet-Erfinder Tim Berners-Lee lag die meiste Zeit des letzten Auktionstages bei 3,5 Millionen Dollar, aber in den letzten 15 Minuten gab es eine Flut von höheren Geboten, rapportiert 'BBC'.
4 verschiedene "Gegenstände" wurden als Teil eines einzigen NFT verkauft: "Die Originaldateien mit Zeitstempel" des für das Internet geschriebenen Quellcodes im Umfang von fast 10'000 Zeilen. Zudem "eine animierte Visualisierung" der Programmierung des Codes, ein Brief von Tim Berners-Lee über den Prozess sowie ein "digitales Poster" des von ihm erstellten Codes, hiess es bei der Ankündigung der Versteigerung.
"Ich verkaufe nicht das Web – Sie müssen nicht anfangen, Geld zu bezahlen, um Links zu folgen. Ich verkaufe nicht einmal den Quellcode. Ich verkaufe ein Bild, das ich mit einem selbst geschriebenen Python-Programm gemacht habe, wie der Quellcode aussehen würde, wenn er an die Wand geklebt und von mir signiert wäre", hatte Berners-Lee dem 'Guardian' erklärt.
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Visualisierung des Quellcodes. Foto: Sotheby's
Man kann den NFT auch mit einem handschriftlichen Manuskript einer berühmten Persönlichkeit vergleichen, dessen Wert in der historischen Bedeutung liegt, hiess es bei der Ankündigung.
Allerdings kann man nun darüber diskutieren, ob die historische Bedeutung auch im Erlös eingepreist wurde. Dieser übertraf zwar die 2,9 Millionen Dollar, die für den ersten Tweet des Twitter-Gründers Jack Dorsey ausgegeben wurden, blieb aber klar hinter dem Rekordbetrag zurück, für den ein NFT verkauft wurde – 69 Millionen Dollar für ein digitales Kunstwerk des zuvor wenig bekannten Künstlers Beeple im März.
Der Erlös geht laut dem Auktionshaus Sotheby's an einen von Berners-Lee und seiner Frau, der Internet-Unternehmerin Rosemary Leith, ausgewählten Zweck.

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