Zwei Monate nach Cyberangriff: Universität Liechtenstein ist wieder online

13. Oktober 2021, 09:17
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Im August war die Uni Liechtenstein mit Ransomware attackiert worden. 2 Monate später sind ihre digitalen Kanäle zurück, Lösegeld sei keines bezahlt worden.

In der Nacht auf Montag, 16. August 2021 wurde die Universität Liechtenstein Opfer eines Cyberangriffs. Danach waren alle E-Mail-Konten, die nicht in die Cloud ausgelagert wurden, nicht mehr verfügbar. Die Website war down, und damit auch Anmeldemöglichkeiten zu Studiengängen und Prüfungen.
Jetzt, also fast zwei Monate später, meldet die Universität: "We are back: uni.li ist wieder online". Bebildert wird die Meldung mit einem Foto von jubelnden Studierenden an ihrer Diplomfeier. Alle wesentlichen Inhalte für Studieninteressierte und Universitätsangehörige sowie die Online-Anmeldeplattform würden wieder wie gewohnt zur Verfügung stehen, heisst es weiter.
Die Wiederherstellung der IT-Systeme "in verhältnismässig kurzer Zeit" sei durch den grossen Einsatz der IT-Spezialisten der Universität Liechtenstein und des Amts für Informatik der Liechtensteinischen Landesverwaltung möglich gewesen. "Besonders beeindruckend ist neben der raschen Wiederherstellung auch die Tatsache, dass dies alles gelang, ohne auf die Forderungen der Hacker einzugehen", erklärt CIO Michael Heinzle. Gleichzeitig sei die Sicherheitsinfrastruktur stark verbessert worden.
Rektor Markus Jäger hatte gegenüber inside-it.ch im August bestätigt, dass es sich bei der Ransomware um "Pysa" ("Protect your system, amigo") handle. Auch seien Daten gestohlen worden.
Der Cyberangriff hat eine direkte Konsequenz für die künftige Organisation der IT der Hochschule. Wie Regierungschef Daniel Risch in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage ausführte, sei es geplant, dass das Amt für Informatik den Betrieb der IT-Infrastruktur übernehmen wird.

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