AWS wächst deutlich schwächer als im Vorjahr

4. August 2023 um 09:57
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Gibt sich optimistisch: Amazon-CEO Andy Jassy. Foto: Amazon

Amazon-CEO Andy Jassy lässt sich aber nicht beeindrucken, er hofft auf Künstliche Intelligenz. Und auch der härteste Konkurrent wuchs weniger stark.

Amazon hat seine jüngsten Geschäftszahlen veröffentlicht. Demnach hat Amazon Web Services im 2. Quartal 2023 die Erlöse um 12% auf 22,1 Milliarden Dollar gesteigert, verglichen mit dem Quartal im Vorjahr. Der Cloud-Primus verteidigt damit seine deutliche Vormachtstellung im Infrastruktur-Bereich.
Laut der Synergy Research Group beherrschte AWS im 1. Quartal 32% des Infrastruktur- und Plattform-as-a-Service-Bereichs. Microsoft konnte sich mit Azure 23% des Kuchens sichern, Google Cloud noch 10%. Dahinter folgen abgeschlagen Alibaba, IBM, Salesforce und Oracle.

Azure wächst schwächer als erhofft

Konkurrent Microsoft hatte seine Quartalszahlen Ende Juli vorgelegt: Intelligent Cloud, zu dem auch Azure zählt, wuchs um 15% auf fast 24 Milliarden Dollar. Der Bereich lässt sich aber nicht einfach mit AWS vergleichen, weil er neben Azure auch Windows Server, Industrie-Angebote und Enterprise Support umfasst. Das Wachstum des Segments, das von der Public Cloud getrieben wird, fiel aber schwächer aus, als von Analysten erhofft.
Auch der führenden Public-Cloud-Anbieter schwächelt. Im Vorjahresquartal war AWS noch um 33% gewachsen, statt um 12%. Und auch das Betriebsergebnis sank gegenüber dem Vergleichsquartal im Vorjahr um 6% auf knapp 5,4 Milliarden Dollar.
Andy Jassy lässt sich davon nicht beeindrucken: "Unser AWS-Wachstum hat sich stabilisiert, als die Kunden von der Kostenoptimierung auf die Bereitstellung neuer Workloads umstiegen", wird der Amazon-CEO in einer Mitteilung zitiert. Besonders dank rechenintensiver generativer KI erhofft sich der Konzern eine blühende Zukunft im Geschäft mit Clouddiensten. Auch das teilt er mit Microsoft.

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