Schweiz setzt auf Technologie aus den USA

22. August 2025 um 12:22
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Foto: Christophe Le Beller / Unsplash

Die Mehrheit der börsenkotierten Schweizer Unternehmen nutzt bei der elektronischen Kommunikation einen US-Anbieter. In Europa ist die Situation ähnlich.

Zwei von drei börsenkotierten Schweizer Unternehmen nutzen US-amerikanische E-Mail-Dienstleister. In Europa ist der Anteil manchenorts noch wesentlich höher. Zu diesem Ergebnis kommt der Anbieter von Online-Diensten Proton in einer Analyse der geschäftlichen E-Mail-Domains.
Das Genfer Unternehmen will mit dem Ländervergleich aufzeigen, wie viele börsenkotierte Unternehmen auf E-Mail und E-Mail-Sicherheitsdienste aus den USA angewiesen sind. Die Wahl fiel auf den E-Mail-Kanal, da dieser oftmals ein Hinweis auf den Technologie-Stack eines Unternehmens sei, argumentiert Proton.
Für die Schweiz berichtet Proton, dass 80% der börsenkotierten Versorgungsunternehmen und 77% der Gesundheitsdienstleister US-Technologie nutzen. Ebenfalls 77% der Konzerne im Pharmasektor setzten für ihre Kommunikation auf Google, Microsoft & Co. Bei den Energieunternehmen seien es 67%. In der Dienstleistungsbranche, zu der unter anderem Finanzdienstleister und Versicherungen gehören, nutzten ebenfalls 67% der börsenkotierten Unternehmen einen US-amerikanischen E-Mail-Dienst.
Eine besonders hohe Abhängigkeit von US-Technologie hat Proton in seiner Analyse in den skandinavischen Ländern festgestellt. Dort seien teils über 90% der börsenkotierten Firmen beim E-Mail-Stack Kunden von US-Anbietern. Die Aussage gilt auch für Irland. In den Nachbarländern Italien (69%), Frankreich (66%), Österreich (59%) und Deutschland (58%) ist die Abhängigkeit entweder auf gleichem Niveau wie in der Schweiz oder geringer.


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