Schweizer Beschäftigte sind mit KI-Anwendungen messbar produktiver als der globale Durchschnitt. Das berichtet Microsoft Schweiz in der Studie "Work Trend Index", für die Billionen anonymisierte Produktivitätsdaten aus Microsoft 365 ausgewertet und 20'000 KI-Nutzende in zehn Ländern befragt wurden.
In der Studie hätten 65% der KI-Nutzenden in der Schweiz angegeben, dass sie heute Arbeitsergebnisse erzielen, die vor einem Jahr noch nicht möglich gewesen wären. Global sind nur 58% der Befragten dieser Meinung, so Microsoft Schweiz.
Die Umfrage zeigt aber auch, dass die Produktivitätsvorteile der KI noch nicht systematisch genutzt werden, um die Arbeitsabläufe grundsätzlich neu zu gestalten. Denn nur 24% der Schweizer KI-Nutzenden gaben an, dass die Führungsebene in Bezug auf KI klar und konsequent auf einer Linie ist. Und nur jeder Zweite (48%) sagt, es fühle sich sicherer an, sich auf aktuelle Ziele zu konzentrieren. Für die Studienautoren sind das Signale, dass der KI-Vorteil der Schweiz noch auf Einzelfällen oder Experimenten basiert und nicht auf einer konsequenten Unternehmensstrategie.
"Die Schweiz verfügt über eine solide Grundlage für die Einführung von KI. Der nächste Schritt besteht darin, diese Dynamik in nachhaltige Wirkung umzuwandeln, indem die Organisation der Arbeit neu überdacht wird", kommentiert Catrin Hinkel, CEO von Microsoft Schweiz, die Ergebnisse. "Die Unternehmen, die in dieser nächsten Phase führend sein werden, sind diejenigen, die verantwortungsbewusstes Experimentieren, strategische Führung und den Aufbau praktischer Kompetenzen miteinander verbinden."