Das Smartphone ist das beliebteste Zahlungsmittel der Schweiz. Das Mobiltelefon überholt einer Umfrage des Kartenanbieters Visa zufolge erstmals physische Bezahlkarten und Bargeld. 28% der Schweizer Bevölkerung bevorzugen Mobile Payment, wie aus dem Visa Payment Monitor hervorgeht. Knapp dahinter folgen Debitkarten mit 27% und Bargeld mit 25%.
"Wer mit dem Smartphone kontaktlos bezahlt, nutzt dabei die Karte, die auf dem Gerät hinterlegt ist. Das zeigt, dass die Investitionen der Branche in die modernen Debitkarten der richtige Schritt sind", erklärte Santosh Ritter, Country Manager Visa Schweiz, auf Anfrage der Nachrichtenagentur 'AWP'. "Zudem sehen wir, dass sich der Trend zum digitalen Bezahlen fortsetzt."
Besonders junge Menschen interessieren sich für die digitalen Zahlungsmöglichkeiten. Fast drei Viertel der 18- bis 35-Jährigen sind der Meinung, dass man heute überall mit Karte oder mobil bezahlen können sollte. Unter den jungen Erwachsenen zahlen zudem bereits zwei von drei Personen mobil, während in der Gesamtbevölkerung rund jeder Zweite an der Ladenkasse sein Smartphone zückt.
Geschäften droht Kundenverlust
Knapp die Hälfte der Befragten gab an, Bargeld nur noch aus Angst, in einem Geschäft nicht digital bezahlen zu können, mit sich zu führen. Gleichzeitig geben 32% der Bevölkerung an, Geschäfte, welche ausschliesslich Bargeld akzeptieren, aktiv zu vermeiden. "Wer keine digitalen Zahlungen akzeptiert, verliert potenziell Kunden und Kundinnen und damit Geschäft. Unternehmen sind gut beraten, ihren Kunden die Wahl zu lassen, so zu bezahlen, wie sie es möchten", meinte Ritter.
Die Hälfte der Schweizer und Schweizerinnen glaubt, dass es in fünf Jahren normal sein wird, nicht mehr mit Bargeld zu bezahlen. Knapp jede dritte Person geht aktuell davon aus, dass KI das Einkaufen in Zukunft übernehmen wird.
Für den Visa Payment Monitor hat das Marktforschungsinstitut Forsa im November 2025 mittels einer repräsentativen Online-Befragung 1022 Personen ab 18 Jahren in der Schweiz zu ihrer Einstellung zum digitalen Bezahlen und ihrem Nutzungsverhalten befragt.