Softwareone verzeichnet weiterhin Wachstum

25. August 2022 um 10:05
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Foto: Luke Peters / Unsplash

Die Halbjahreszahlen des Innerschweizer Softwarelizenzhändlers weisen über eine halbe Milliarde Franken Umsatz und eine Steigerung des Bruttogewinns aus.

Der Stanser IT-Dienstleister Softwareone hat im ersten Semester 2022 deutlich mehr verdient als in der Vorjahresperiode. Während der Gesamt­umsatz um 15,4% auf 514,6 Millionen Franken anwuchs, steigerte das Unter­nehmen den Bruttogewinn im direkten Vergleich mit dem Vorjahr um 16% auf 469,9 Millionen Franken. Der bereinigte Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) verbesserte sich um 9,3% auf 117,9 Millionen Franken.
Die stärksten Zuwächse gab es demnach im Bereich der Beratungsdienst­leist­ung­en. Der Bruttogewinn von Software und Solutions steigerte sich bei einem Umsatz von 240 Millionen Franken um ganze 36,5% auf 195,2 Millionen Franken. Nur leicht zulegen konnte hingegen die Sparte Software und Cloud. Der Bruttogewinn erhöhte sich gemäss der Meldung von Softwareone um 4,7% auf total 274,7 Millionen Franken. Als Hauptgrund für die schwache Entwicklung wurde eine ausserordentliche Lieferantenzahlung aus dem Vorjahr genannt, welche das Halbjahresergebnis etwas verzerren soll.
Ebenfalls verzerren dürften die Zahlen den Verlust, den sich das Unternehmen mit seinen Geschäften in Russland eingefahren hat. Im März wurde ein Grossteil der Tätigkeiten eingestellt, die Gesellschaft veräussert und die Mitarbeitenden an einen neuen Eigentümer übertragen. Im Zuge dessen kam es zu Wertminderungen von Vermögenswerten, die einen nicht zahlungs­wirksamen Verlust in der Höhe von 35,8 Millionen Franken ausmachten.
Für die zweite Jahreshälfte rechnet der IT-Dienstleister mit einer weiteren Zunahme der Nachfrage und einem starken Marktumfeld. Ebenfalls erreicht werden sollen die Jahresziele von Softwareone: Der Bruttogewinn soll im mittleren Zehnprozentbereich liegen und die bereinigte Ebitda-Marge über 25%. Zudem soll die Dividendenausschüttung für Aktiönäre zwischen 30 und 50% des bereinigten Jahresgewinns liegen.

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