Swico verabschiedet Vckovski und begrüsst Noser

22. Mai 2026 um 12:45
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Swico-Präsident Adrian Müller. Foto: Wimanphotography

An der Generalversammlung hat der Branchenverband Swico das Vorstandsmitglied Andrej Vckovski verabschiedet und Remo Noser neu in den Vorstand gewählt.

Für Swico-Geschäftsführer Jon Fanzun sind Digitalthemen wie Künstliche Intelligenz, Cloud, Cybersicherheit und digitale Souveränität mittlerweile in der Gesellschaft angekommen. Der Branchenverband Swico sieht damit die Bedeutung seiner mehr als 750 Mitgliedsfirmen weiter wachsen. Dies waren Erkenntnisse der diesjährigen Generalversammlung des Verbandes in Zürich.
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Andrej Vckovski. Foto: Inside IT
An dem Anlass wurde unter anderem das langjährige Vorstandsmitglied Andrej Vckovski aus seinem Amt verabschiedet. Der ehemalige Präsident des Internetverbands Simsa und frühere CEO des Softwareunternehmens Netcetera konstatierte in seinem Rückblick auf 45 Jahre ICT-Branche, dass sich viele Entwicklungen zyklisch wiederholen. Schon in Vergangenheit waren Effizienzsteigerung, Konsolidierung und Transformation typische Begleiterscheinungen, ebenso wie Euphorie, Boom- und Krisenzyklen. In der aktuellen Situation bereiten ihm allerdings der masslose Bau von Rechenzentren respektive der damit verbundene massive Energiebedarf Sorge, sagte Vckovski.
Den frei gewordenen Posten im Vorstand des Swico nimmt Remo Noser ein. Der CEO der Noser Engineering wurde in Abwesenheit per Akklamation gewählt. Er werde sich vor allem der strategischen Weiterentwicklung mit Fokus Internationalisierung, IoT und Standardisierung widmen, war zu vernehmen.

KI-Standort Schweiz

Ein- und Aussichten zur mittlerweile allgegenwärtigen KI thematisierte an dem Anlass Professor Marcel Salathé, Co-Direktor des AI Centers der ETH Lausanne (EPFL). Er lobte etwa die Arbeit am "relativ unbekannten" Swiss National AI Institute, an dem ein Superrechner mit über 10'000 GPUs unter anderem das grosse Sprachmodell "Apertus" betreibe. Es helfe den Akademikerinnen und Akademikern, die Funktionsweise von KI-Modellen zu erforschen.
Die Schweiz sah Salathé hinsichtlich KI-Talenten "hervorragend" und hinsichtlich Umsetzungsfähigkeit "recht gut" aufgestellt. Hingegen seien vergleichsweise geringe Rechenkapazitäten und hohe Energiekosten hierzulande gegenüber China und den USA grosse Nachteile. Mit Europa könne die Schweiz allerdings gut mithalten, meinte er.

Digital Project Manager

Am Rande der Generalversammlung kam auch das Engagement des Swico im Bereich der Aus- und Weiterbildung zur Sprache. Neben den "Swiss Skills" ist der Verband die vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation beauftragte Organisation für den eidgenössischen Diplomlehrgang "Digital Project Manager". Die Ausbildung wird seit 25 Jahren in der ganzen Schweiz angeboten. Der nächste Lehrgang startet Ende August am Schweizerischen Ausbildungszentrum für Werbung und Information (SAWI).

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