Der US-Softwareanbieter Coupa gibt bekannt, eine Kaufvereinbarung mit Thoma Bravo getroffen zu haben. Demnach wird der Investor 8 Milliarden Dollar für den Anbieter von Lösungen für das Business Spend Management (BSM) bezahlen. Coupa-Aktionäre erhalten 81 Dollar pro Aktie, was einem Aufpreis von 77% auf den Aktienkurs vom 22. November entspricht. Nach Abschluss der Transaktion wird Coupa in Privatbesitz sein.
Thoma Bravo verfolge den Erfolg des Unternehmens seit vielen Jahren und sei "beeindruckt von der konstanten Erfolgsbilanz bei der Bereitstellung eines hohen Niveaus an Mehrwert für seine globale Kundenbasis", so Holden Spaht, Managing Partner bei der Investmentfirma, in einer Mitteilung.
Gerüchte um eine mögliche Übernahme gibt es seit einigen Wochen. Thoma Bravo war offenbar nicht der einzige interessierte Investor. Berichten zufolge war Coupa auch auf dem Radar von Vista Equity, dies wurde allerdings nicht bestätigt.
Coupa entwickelt Lösungen für Beschaffung, Lieferketten und Ausgabenmanagement. Das Unternehmen wurde 2006 gegründet und ging 2016 an die Börse. Der Aktienkurs von Coupa ist während der Covid-Pandemie markant angestiegen, ging anschliessend aber wieder stark zurück.
Im letzten Quartal setzte Coupa 217,3 Millionen Dollar um, ein Plus von 17% gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Umsatz mit Abonnements sei im Jahresvergleich um 20% gestiegen, teilt der Softwareanbieter mit. Im letzten Fiskaljahr per Ende Januar 2022 betrug der Umsatz 725 Millionen Dollar. Zu diesem Zeitpunkt beschäftigte Coupa rund 3000 Mitarbeitende weltweit. Das Unternehmen mit Hauptsitz in den USA unterhält Niederlassungen weltweit, darunter ein Standort in Basel.
Die Transaktion sei bereits vom Coupa-Board genehmigt worden. Vorbehaltlich der üblichen Abschlussbestimmungen, einschliesslich der Zustimmung der Coupa-Aktionäre, soll der Deal in der ersten Hälfte 2023 abgeschlossen werden, wie es in der Mitteilung weiter heisst.