Übernahme von Media Markt steht vor Abschluss

31. Juli 2025 um 09:04
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Foto: zVg

Die Muttergesellschaft Ceconomy bekommt mit JD.com einen chinesischen Besitzer. Das Unternehmen wird mit 4 Milliarden Euro bewertet.

Der chinesische Online-Handelskonzern JD.com hat sein Übernahmeangebot für die Media-Markt- und Saturn-Geschäfte konkretisiert. Gemäss Mitteilung der Muttergesellschaft Ceconomy aus Düsseldorf erhalten die Anteilseigner 4,60 Euro je Aktie in bar. Der Aufschlag beträgt 43% gegenüber dem durchschnittlichen Aktienkurs der vergangenen drei Monate. Damit wird das Unternehmen mit 4 Milliarden Euro bewertet.
JD.com hat bereits verbindliche Zusagen für rund 32% des Aktienkapitals erhalten, darunter von den Ankeraktionären Haniel, Beisheim, Freenet und Convergenta. Convergenta, die Beteiligungsgesellschaft der Gründerfamilie Kellerhals, wird nach dem öffentlichen Übernahmeangebot einen Anteil von rund 25,4% behalten und bleibe ein "wichtiger Aktionär".
"Wir gehen eine Partnerschaft mit JD.com ein, um den europäischen Handel zu stärken, basierend auf komplementären Stärken und gemeinsamen Werten", sagte Ceconomy-Chef Kai-Ulrich Deissner. Die Transaktion sehe weder Entlassungen aus betrieblichen Gründen noch Standortschliessungen vor. "JD.com wird ausserdem die bestehenden Betriebsvereinbarungen, Tarifverträge und die bestehende Unternehmensmitbestimmung im Aufsichtsrat wahren. Diese Zusagen gelten für drei Jahre."
In einer Telefonkonferenz sagte Deissner später, er erwarte, dass die EU-Wettbewerbsbehörden den Deal prüfen. Angesichts der Grösse der Transaktion gehe er davon aus, dass die Pläne eher in den Zuständigkeitsbereich von Brüssel als in den des deutschen Bundeskartellamts fallen werden.
Die deutsche Gewerkschaft Verdi forderte in einer Mitteilung, JD.com müsse soziale Verantwortung übernehmen. "Wir können momentan noch nicht einschätzen, was das für die Mitarbeitenden von Media Markt und Saturn bedeutet, aber wir haben klare Vorstellungen davon, was wir von den neuen Mehrheitsverhältnissen erwarten." Die Rechte der Beschäftigten müssten gewahrt und die Arbeitsplätze gesichert werden.



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