Zeitersparnis durch KI in der Softwareentwicklung sinkt

21. Oktober 2026 um 10:21
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Foto: Mimi Thian / Unsplash

Die Softwareentwicklung wandelt sich durch den Einsatz von KI. Programmiererinnen und Programmierer werden allerdings nicht automatisch schneller, so eine Studie.

Für Softwareentwicklerinnen und -entwickler ist Künstliche Intelligenz eine grosse Hilfe bei ihrer Arbeit. Dieses nicht ganz überraschende Resultat berichtet das Softwareunternehmen Atlassian in seiner Studie "State of Developer Experience 2026". Es wurden global mehr als 1100 Fachkräfte und gut 400 Führungskräfte befragt.
Die grosse Mehrheit der Fachleute (87%) stimmten in der Studie zu, dass KI-Tools ihnen helfen, Code schneller zu schreiben und bereitzustellen. Jedoch gestanden sie auch ein, dass sich die höhere Arbeitsgeschwindigkeit nicht in einer Zeitersparnis niederschlägt. Haben im Vorjahr noch 68% der Programmierinnen und Programmierer angegeben, durch KI mindestens zehn Stunden pro Woche einzusparen, sind es jetzt nur noch 25%.
Als Grund dafür nennt die Studie höhere Reibungsverluste im Softwareentwicklungszyklus als vor der Einführung von KI. 72% stimmen dieser Aussage zu. 65% der Entwicklerinnen und Entwickler berichten zusätzlichen Aufwand für Reviews des KI-generierten Codes. Jede und jeder Zweite wird durch die Suche nach Informationen (51%) und Meetings (50%) ausgebremst. Darauf folgen ein sich häufig ändernder Kontext (45%), technische Schulden (44%) und unklare Anforderungen (40%).

Führungskräfte messen Produktivitätsgewinn der KI

Die Führungskräfte erwarten nicht zuletzt aufgrund der hohen Kosten für KI-Anwendungen eine steigende Produktivität der Entwicklungsabteilungen. Diesen Eindruck vermitteln sie jedenfalls ihren Angestellten. 60% von ihnen berichten, dass die Nutzung von KI als Indikator für Produktivität gewertet wird. Gleichzeitig glauben 42% der Führungskräfte, dass sie das Richtige messen, um Produktivitätsgewinne von KI nachzuweisen.
Laut Atlassian könnte eine fehlende KI-Strategie eine Ursache sein. Denn nur 17% der Fachkräfte und 23% der Führungskräfte geben an, dass ihr Unternehmen über eine Strategie verfügt. "Führungskräfte müssen klar benennen, welche Probleme KI lösen soll, und die Ergebnisse für das gesamte Team messen. Dabei genügt es nicht, zu ermitteln, wie häufig die Tools genutzt werden. Eine einzelne Aufgabe zu beschleunigen, verbessert noch nicht das gesamte System", kommentiert Andrew Boyagi, Customer CTO bei Atlassian.

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