Das Zürcher Startup Enact Intelligence hat in einer Pre-Seed-Finanzierung über 30 Millionen Dollar eingesammelt. An der Runde hätten sich Firstminute Capital, Notion Capital und Redalpine sowie als Business Angels unter anderem Yann LeCun (Gründer Ami Labs), Andrew Lonsberry (Gründer Path Robotics) und Mistral Gründer Arthur Mensch beteiligt, teilt das Jungunternehmen mit.
Enact sei im März 2026 von unter anderem Manuel Yves Galliker gegründet worden. Die übrigen Mitglieder des Gründerteams und die Mitarbeitenden des Startups kommen von Amazon Robotics, Deepmind, Helsing, Physical Intelligence und X1. Zum Team gestossen sei ausserdem Philip Kneis von Redalpine, der dort das Investment in Enact verantworte und nun das Wachstum des Startups vorantreibe.
Das Jungunternehmen schickt sich eigenen Angaben zufolge an, Roboter zu bauen, die nicht nur sehen, sondern auch spüren, was sie berühren. "China gewinnt über Stückzahl, wir gewinnen über Varianz. Roboter haben sich bisher nur bei grossen Serien gerechnet, weil jemand jede Aufgabe programmieren muss. Unsere Roboter lernen, indem man es ihnen vormacht, und sie spüren, ob ein Teil sitzt. Damit wird die letzte Meile der Fabrik automatisierbar: die Montage", meint Galliker.
Robotik-Cluster rund um die ETH
Den Standort Zürich habe Enact bewusst gewählt, so die Mitteilung. Denn um die ETH herum sei ein Robotik-Cluster gewachsen und die Industrie als potenzielle Kundschaft sei ebenfalls in der Nähe angesiedelt. "Aus dem Silicon Valley bringen wir mit, wie man KI-Systeme schnell baut und in den Einsatz bringt. In Zürich finden wir das beste Hardware- und Robotik-Talent und Kunden vor der Haustür. Diese Verbindung gibt es sonst nirgends", sagt Mitgründer Galliker.
Das eingeworbene Geld will das Jungunternehmen laut Mitteilung dafür verwenden, sein Team bis Ende 2027 zu verfünffachen, die Hardwareentwicklung und Forschung zu beschleunigen und erste Roboter bei Industriepartnern in den Einsatz zu bringen. Dazu liefen bereits Gespräche mit europäischen Industrieunternehmen aus Fertigung, Handel, Infrastruktur und Lebensmittelverarbeitung.