Am 8. Januar ist in einem Hackerforum ein Datenpaket von Zurich Insurance Japan aufgetaucht, das dort zum Download angeboten wird. Laut dem Eintrag handelt es sich um Daten von 2,6 Millionen Kundinnen und Kunden, die kürzlich erbeutet worden seien. Diese würden Namen, E-Mail-Adressen, Kunden-ID, Geburtsdatum und mehr enthalten.
Derselbe User veröffentlichte gleichzeitig auch die Meldung zu einem zweiten grossen Datenpaket. Hierbei soll es sich um Daten von 3,1 Millionen Kundinnen und Kunden von Aflac Japan handeln, dem dortigen Tochterunternehmen des US-amerikanischen Versicherungsriesen Aflac.
Die Schweizer Medienstelle von Zurich Insurance bestätigt auf Anfrage von inside-it.ch den Datenabfluss: "Zurich hat Kenntnis davon erhalten, dass japanische Kundendaten gestohlen und veröffentlicht worden sind." Zu einem möglichen Cyberangriff macht der Konzern keine Angaben.
Der Versicherer stellt aber klar, dass vom Vorfall 757'463 aktuelle und ehemalige Kundinnen und Kunden eines lokalen Autoversicherungsproduktes betroffen sind und nicht wie von den Cyberkriminellen angegeben 2,6 Millionen Menschen. Ausserdem bestätigt Zurich Insurance, dass der Ursprung des Datenlecks bei einem externen Dienstleister liegt.
"Wir stehen in Kontakt mit Aufsichts- und lokalen Behörden und sind dabei, damit zu beginnen, unsere Kunden in Japan zu informieren", schreibt die Medienstelle. Es gebe keine Anzeichen dafür, dass Kundendaten ausserhalb Japans betroffen sind.
Update 10.01.: Die Anzahl der betroffenen Kundinnen und Kunden wurde von Zurich Insurance kommuniziert. Titel und Lead wurde angepasst sowie der zweitletzte Absatz ergänzt.