3,5 Milliarden Whatsapp-Konten frei zugänglich

19. November 2025 um 15:09
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Foto: Rachit Tank / Unsplash

Sicherheitsforscher der Universität Wien konnten per Massenabfrage die Profildaten von allen 3,5 Milliarden Whatsapp-Nutzenden herunterladen und analysieren.

Der Messenger Whatsapp hatte eine lang unentdeckte Schwachstelle. Wie Forschende der Universität Wien in einer Studie ermittelt haben, liessen sich die Profilinformationen von weltweit allen 3,5 Milliarden Userinnen und Usern über eine Standardabfrage auf den Servern des Messenger-Dienstes abrufen.
Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nutzten die Daten zunächst für eine eigene Analyse. Diese ergab beispielsweise, dass 95% der Menschen in Südamerika ein Whatsapp-Konto besitzen, in Europa nur 80%. In Indien gibt es rund 750 Millionen Nutzerinnen und Nutzer, in Nordkorea nur gerade fünf. Die Schweiz zählt nicht zu den 50 Staaten mit mehr als 10 Millionen Konten, weshalb die Daten in der Studie nicht aufgeführt sind. Global gilt: Mehr als jeder Zweite (57%) hat ein öffentliches Profilfoto, knapp jeder Dritte (30%) hat persönliche Daten in seinem Whatsapp-Profil hinterlegt.
Parallel zur Datenanalyse haben die Forschenden um Gabriel Gegenhuber den Whatsapp-Besitzer Meta wegen der Schwachstelle kontaktiert. "Wir sind den Forschern der Universität Wien für ihre verantwortungsvolle Partnerschaft und ihren Fleiss im Rahmen unseres Bug-Bounty-Programms dankbar", erklärt Meta in einer Stellungnahme gegenüber verschiedenen Medien. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hätten eine "neuartige Aufzählungstechnik identifiziert", die bisherige Grenzen überschritten habe.
Der Konzern beeilt sich in dem Statement zu betonen, dass mittels der Abfrage lediglich die Profildaten inklusive Telefonnummer einsehbar seien. Die Chat-Inhalte und geteilte Bilder seien Ende-zu-Ende verschlüsselt und damit nicht zugänglich.

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