Amazon nimmt in der Schweiz Anleihen für 2,82 Milliarden Franken auf

12. Mai 2026 um 15:36
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Illustartion: BoliviaInteligente / Unsplash

Es ist einer der grössten Beträge, die je ein Unternehmen in Franken aufgenommen hat. Gebraucht wird das Geld vor allem für KI und Cloud.

Amazon holt sich in der Schweiz Milliarden Franken für sein Geschäft. Am Dienstag hat der Handels- und Technologiekonzern in sechs Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten total 2,82 Milliarden Franken aufgenommen.
Gemäss Mitteilung der beteiligten Banken reichen die Laufzeiten von 3 bis 25 Jahren. Das ist das erste Mal, dass Amazon Anleihen in Schweizer Franken herausgibt. Laut Marktbeobachtern dürfte es sich um einen der grössten Beträge handeln, die je ein Unternehmen in Franken auf einmal aufgenommen hat.
Grösser war noch die Summe, welche die Google-Mutter Alphabet im Februar am hiesigen Kapitalmarkt geholt hatte. Alleine in der Schweiz nahm Alphabet mit fünf Anleihen total 3,1 Milliarden Franken auf.

Amazon will 200 Milliarden investieren

Amazon braucht viel Geld: Vor drei Monaten hatte der US-Technologie- und Online-Handelskonzern angekündigt, ein Investitionsprognose von rund 200 Milliarden Dollar für KI, Chips, Robotik und Satelliten zu starten. Die Anlegerinnen und Anleger reagierten damals geschockt. Mittlerweile haben sie den Schreck wieder verdaut.
Erst vor kurzem hatte Amazon die Partnerschaften mit den KI-Spezialisten OpenAI und Anthropic vertieft, die viel Geld für Rechenleistung von Amazon ausgeben. Insgesamt profitiert Amazon von der rasant wachsenden Nachfrage nach KI-Inferenz, also der Anwendung eines bereits trainierten KI-Modells etwa durch KI-Agenten, um etwa Vorhersagen zu machen oder Wissen konkret anzuwenden. Amazon kommt hierbei auch die Verwendung des eigenen KI-Chips Trainium zugute, der Kostenvorteile bietet.
"Amazon wird in den kommenden Jahren mehr KI-Kapazitäten aufbauen als jedes andere Unternehmen, und während die Welle von Produkten mit agentenbasierter KI Gestalt annimmt, führen alle Wege zu Amazons Cloud-Sparte AWS", schrieb Branchenexperte Ross Sandler von der Barclays-Bank. Die zunehmende Nutzung von KI führe zu mehr Cloud-Workloads und stabilen operativen Margen bei AWS, was Bedenken hinsichtlich der Investitionen zerstreuen dürfte.

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