Millionen für neues IT-Meldesystem des BAG

12. Juni 2026 um 12:14
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Foto: BAG

Der Bundesrat hat 45,3 Millionen Franken für eine neue digitale Plattform zur Überwachung und Bekämpfung übertragbarer Krankheiten freigegeben. Das System soll 2034 fertig sein.

Die Meldesysteme des Bundesamts für Gesundheit (BAG) für übertragbare Krankheiten haben sich in der Covid-Pandemie als lückenhaft erwiesen. So erfolgten die Meldungen über unterschiedliche Kanäle und die einzelnen Systeme waren oftmals nicht miteinander verbunden. Es habe viel manuellen Aufwand gegeben, der Behörden und die Gesundheitsakteure an ihre Kapazitätsgrenzen brachte.
Das BAG hat aus diesen Fehlern gelernt und das Projekt "Nasure" (National Surveillance and Response) angestossen. Damit sollen aktuellen Systeme in eine neue, nationale Plattform überführt werden, die alle in der Schweiz überwachten Erreger umfassen wird, erklärt das Bundesamt in einer Mitteilung. Mit dem neuen System werde der Datenaustausch zwischen Behörden und Gesundheitsinstitutionen automatisiert und standardisiert. Dabei werden alle relevanten Daten nach dem Once-Only-Prinzip an das BAG übermittelt.

Schrittweise Umsetzung bis 2034

Die Umsetzung des Projekts starte dieses Jahr und soll bis 2034 abgeschlossen sein, so das BAG. In einer ersten Phase sei bis Ende 2028 geplant, die technischen Basisfunktionalitäten der Nasure-Plattform aufzubauen. Sie umfassen Module für das obligatorische Meldewesen. Parallel werden dem Bundesamt zufolge bestehende Altapplikationen wie das Sentinella-Meldesystem für Haus- und Kinderärzte sowie das Meldesystem für seltene Krankheitsbilder bei Kindern modernisiert und in Nasure integriert. In der zweiten Projektphase bis Ende 2034 sollen dann die Basisfunktionalitäten ausgebaut und zusätzliche Datenquellen wie das Abwassermonitoring in Nasure integriert werden.
Für die Arbeiten in der erste Umsetzungsetappe hat der Bundesrat Mittel in Höhe von 45,3 Millionen Franken freigegeben, so das BAG. Der Verpflichtungskredit für Nasure betrage 50,3 Millionen Franken. Die verbleibenden 5 Millionen Franken seien für die Umsetzung der zweiten Umsetzungsetappe bis Ende 2034 vorgesehen.

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