Atos lehnt Übernahmeangebot des Konkurrenten Onepoint ab

30. September 2022 um 13:40
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Die Firmenzentrale von Atos in Bezons. Foto: Atos / ©Romi/REA

Der kriselnde Konzern sollte für seine Cybersecurity-Sparte 4,2 Milliarden Euro erhalten. "Nicht im Interesse der Stakeholder", sagt der Verwaltungsrat.

Atos weist ein Übernahmeangebot des Konkurrenten Onepoint zurück. Dieser wollte zusammen mit dem Private-Equity-Fonds ICG 4,2 Milliarden Euro für die Big-Data- und Cybersecurity-Sparte "Evidian" des französischen Techkonzerns bezahlen. Das Angebot entspreche nicht dem Interesse von Firma und Stakeholder, der Verwaltungsrat habe deshalb einstimmig beschlossen, es abzulehnen, heisst es von Atos.
Onepoint-Gründer David Layani soll Atos aber aufgefordert haben, das Angebot zu überdenken, schreibt 'Reuters'. Die Annäherung sei "freundlich", ein Zusammengehen würde einen neuen Tech-Champ in Frankreich schaffen. Layani glaubt demnach, dass durch eine Kombination der beiden Firmen bis zu 20'000 Arbeitsplätze in Europa entstehen würden.
Atos steckt schon länger in der Krise. Der Konzern hat deshalb bereits im Juni eine Aufspaltung ins Auge gefasst. Entstehen würde dabei eine neue Firma mit dem Namen Evidian, mit Fokus auf Big Data und Cybersecurity. Unter dem bisherigen Namen Atos würden dann nur noch die schwächelnden Sparten IT-Outsourcing und -Management geführt werden.

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