Der chinesische Konzern Baidu betreibt mit Apollo Go in mehreren chinesischen Städten sowie in Dubai einen Robotaxi-Service. Nun will Baidu auch in den europäischen Markt eindringen. Ausgangspunkt dafür sei Zürich, erklärt Yong Gessner, Europa-Chef der Intelligent Driving Group von Baidu, gegenüber der 'NZZ'.
Die Schweiz sei eines der innovationsfreudigsten Länder der Welt und baue die KI-Technologie stark aus, so Gessner zu den Standortvorteilen. In Zürich könne man vom Hochschulumfeld profitieren. Die Stadt ziehe viele internationale Top-Talente an. "Zudem ist uns nicht entgangen, dass sich in den letzten Jahren zahlreiche international führende Technologieunternehmen hier niedergelassen haben", sagt der Baidu-Manager zur
'NZZ' (Paywall). Das Unternehmen Baidu Apollo Switzerland wurde Ende Juni in das Handelsregister eingetragen. Den Schritt hatte damals auch die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker-Späh bekannt gegeben. Mit Baidu erhalte der Kanton Zürich einen weiteren Impuls im Bereich autonome Mobilität und positioniere sich mit ansässigen Unternehmen wie Google, OpenAI und anderen als Hotspot für digitale Transformation, so
Walker-Späh im Juli.Taxis in den Randregionen
In der Schweiz visiert Baidu mit seinem autonomen Taxi-Dienst dem Bericht zufolge nicht die Städte an. Potenzial sieht der Konzern vielmehr in den Randregionen. Um das bestehende Angebot zu ergänzen, wolle man mit einem lokalen, etablierten Partner zusammenarbeiten.
Einem früheren Bericht des 'Wall Street Journals' zufolge soll es sich dabei um Postauto Schweiz handeln. Dies bestätigt Gessner nicht. "Wir können noch keine Namen nennen." Auch zu den Details des künftigen Angebots äussert er sich gegenüber der 'NZZ' nicht. Gessner fügt an, dass man zwar klein beginnen, aber rasch wachsen wolle. Laut dem
'WSJ'-Bericht (Paywall) will das Unternehmen noch Ende des Jahres mit Tests beginnen.