Wie die Baloise Group mitteilt, wurde sie Opfer eines Cyberangriffs. Am 11. April sei ein Angriff auf Teile der IT-Infrastruktur festgestellt worden, hauptsächlich in Deutschland. Baloise habe auf den Angriff reagiert und innerhalb von kurzer Zeit Gegenmassnahmen ergriffen, um die Attacke abzuwehren.
"Nach aktuellem Kenntnisstand wurden weder Unternehmens- oder Kundendaten entwendet, noch wurden Systeme verschlüsselt. Die kompromittierten Systeme wurden identifiziert und isoliert", so die Mitteilung. Aufgrund der Abwehrmassnahmen komme es "aktuell für Kunden und Mitarbeitende in Deutschland partiell zu Einschränkungen bei der Nutzung unserer Dienstleistungen und IT-Infrastruktur". Im Zuge der Massnahmen könne es temporär auch zu "weiteren Einschränkungen im Dienstleistungsverkehr mit der Baloise" kommen.
Auf Nachfrage von inside-it.ch erklärt Baloise-Mediensprecher Roberto Brunazzi, es sei nach wie vor korrekt, dass keine Systeme verschlüsselt worden seien. "Aufgrund von getroffenen Gegenmassnahmen kam es zu keinen Verschlüsselungen." Zurzeit gehe man nicht davon aus, dass weitere Systeme isoliert werden müssten.
Auch die Schweiz sei nicht betroffen. "Auswirkungen auf andere Ländersysteme konnten bisher vermieden werden. Die Auswirkungen in Deutschland sind im Wesentlichen eingegrenzt auf einen Teil der Infrastruktur, die vom gebundenen Vertrieb genutzt wird", erklärt Brunazzi.
Die Situation werde gemeinsam mit externen Experten untersucht und weiterhin bearbeitet. Auch mit den Behörden sei man in Kontakt. "Wir sind im Rahmen unserer Kooperation mit den Behörden zum Beispiel mit dem NCSC im Austausch."