Bassersdorf will in die Cloud migrieren

28. Mai 2025 um 08:00
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Foto: Gemeindeverwaltung Bassersdorf

Die Informatik der Gemeindeverwaltung ist in die Jahre gekommen. Die Infrastruktur für die 130 Mitarbeitenden soll ersetzt und zumindest teilweise in die Cloud ausgelagert werden.

Die Informatik der Zürcher Gemeinde Bassersdorf benötigt ein Update. Wie es in einer öffentlichen Ausschreibung heisst, sollen die digitalen Arbeitsplätze der rund 130 Mitarbeitenden, die ICT-Infrastruktur, das Netzwerk und die Telefonanlage erneuert werden.
Das bestehende System vermag der Verwaltung zufolge "nicht mehr zu überzeugen". Es genüge insbesondere den Anforderungen für ein standortunabhängiges Arbeiten nicht mehr. Weiter sei die Performance zurzeit "knapp genügend", zum Beispiel seien Online-Schulungen und Videotelefonie erschwert. Ferner habe sich der Hersteller Panasonic mittlerweile aus dem Telefongeschäft zurückgezogen. Gemäss den Verantwortlichen dürfte der Betrieb bis circa ins Jahr 2027 noch funktionieren. Jedoch werde die Applikation für die Umleitung ins Homeoffice per 31. Dezember 2026 eingestellt.

Rechenzentrum wird abgeschaltet

Mittels der Ausschreibung soll nun ein Outsourcing-Partner gefunden werden, der ab Vertragsunterzeichnung im Dezember 2025 die Informatik übernimmt. Die Verwaltung spricht von der Ablösung des gemeindeeigenen Rechenzentrums, in dem unter anderem Lösungen von Abraxas, Microsoft und Onegovgever auf virtuellen Servern laufen. Diese Applikationen soll der Anbieter in der Public Cloud auf Azure (oder vergleichbaren Services) und in seiner Private Cloud bereitstellen, heisst es.
Die 140 Arbeitsplatzcomputer der Verwaltung sollen komplett ausgetauscht werden. Sie stammen mehrheitlich aus dem Jahr 2019 und basieren auf Windows 10 sowie Office 2019. Beides nähert sich dem Lebensende. Den Verantwortlichen schwebt vor, die künftigen Fat-Clients mit Windows 11 und Office 365 sowie Microsoft Teams und Onedrive for Business auszustatten. Teams oder vergleichbare Services sollen auch die Telefonanlage ersetzen. Dafür sind zusätzlich130 drahtlose Kopfhörer gefragt.
Der Beschaffungsgegenstand Netzwerk sieht gemäss der Ausschreibung vor, dass das gesamte bestehende Netzwerk an sieben Standorten zu modernisieren ist. Ferner sollen nicht wie heute nur die Sitzungszimmer, sondern alle Büroräumlichkeiten mit Wlan abgedeckt werden.

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