BBV Software Services spannt mit Side Effects zusammen

8. April 2022 um 14:44
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Side-Effects-CEO René Krebs verspricht der Industrie den dreidimensionalen virtuellen Zwilling. Foto: BBV Software Services

Das Luzerner Software- und Beratungshaus will mit dem Startup nicht nur strategisch kooperieren, sondern hat sich auch an dessen jüngster Finanzierungsrunde beteiligt.

BBV Software Services und Side Effects sind eine strategische Partnerschaft eingegangen und gehen künftig gemeinsame Wege. Laut einer Mitteilung beteiligt sich BBV dazu auch an einer Finanzierungsrunde von Side Effects. Wie René Krebs, CEO des 9-köpfigen Startups aus Zürich in einem kurzen Telefonat erklärt, erbrachte die Finanzierungsrunde mehr als 1 Millionen Franken und wurde Ende März abgeschlossen. BBV habe sich daran als Minderheitsinvestor beteiligt, sagt Krebs, ohne genaue Zahlen zu nennen. Die Eintragung werde noch im April vollzogen.
Konkret gehe es bei der künftigen intensiveren Kooperation darum, dass BBV seine Expertise im Industrie Umfeld, im Bereich Echtzeit Visualisierung, ausbauen kann. Porträtiert hatten wir die Experten von Side Effects für die interaktive Nutzung von 3D-CAD-Daten bereits.
Krebs erklärt nun, dass im Maschinenbau das Thema IoT und Sensorik allgemein immer wichtiger würde. Habe man dazu bisher schon IoT-Daten gesammelt und analysiere sie teilweise auch schon, so können diese Daten auch am dreidimensionalen virtuellen Zwilling ausgegeben werden.
Hier liege der Schwerpunkt der strategischen Zusammenarbeit mit BBV, sagt Krebs. Möglich mache das die neuartige Nutzung von 3D-Produktdaten und IoT Daten in Echtzeit, wie sie Side Effects mit der Softwarelösung vStage anbietet. Laut Mitteilung sollen Industrieunternehmen damit, "ihre Maschinen und Produktionen live und interaktiv in 3D als digitalen Zwilling … bis auf die kleinste Schraube" darstellen können. Auf dem Laptop, auf Tablets oder in Virtual und Augmented Reality.
BBV betont denn auch, dass mit dieser Partnerschaft sowohl die eigene Expertise als auch das Serviceportfolio im Industriebereich ausgebaut wird. Miteinander können man "eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten wie virtuelle Produktpräsentationen, virtuelle Trainings, Operations-Manuals, Remote Services oder ein innovatives Ersatzteilmanagement" anbieten, lässt sich BBV-CEO Philipp Kronenberg zitieren. Weiter will BBV mit den gemeinsamen Lösungen aber auch sein Angebot in der Überwachung von Anlagen, der Ausbildung und Zertifizierung der Anwender von Anlagen und Maschinen sowie im Bereich des Kundendienstes ergänzen. Adressiert werden sollen neben dem Industriebereich auch Digitalisierungsvorhaben in der Medizintechnik.
Krebs betont denn auch, dass die Expertise der BBV im Bereich der Digitalisierung von Industrieunternehmen "uns hilft, die Einsatzmöglichkeiten unserer Softwarelösung noch breiter zu definieren". Grosses Potential sieht er besonders in der direkten Verknüpfung von 3D-CAD-Daten mit Live-IoT-Daten: "Echtzeit 3D Monitoringsysteme oder datenbasierte Service- und Trainingmanuals sind dabei nur der Anfang", so der CEO von Side Effects.

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