Bechtle erhält Millionenauftrag des Kantons Zug

5. April 2022, 15:18
letzte Aktualisierung: 8. April 2022, 05:30
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Foto: Zug Tourismus

Der Kanton ersetzt Skype for Business mit Microsoft Teams. Die Lizenzen dafür werden separat ausgeschrieben. Praktisch zeitgleich hat Bechtle einen anderen grossen Auftrag erhalten.

Obwohl Microsoft für Skype for Business schon im vergangenen Juli die Lichter ausgeknipst hat, ist das Produkt noch in der einen oder anderen Organisation im Einsatz. Zum Beispiel im Kanton Zug.
Dieser will es jetzt ablösen, wie der Regierungsrat mitteilt. Das bisher genutzte und im Rechenzentrum des Kantons betriebene Produkt Skype for Business müsse genauso wie die bestehende Telefonanlage ersetzt werden.

Bechtle darf Zug neu mit Microsoft-Lizenzen ausstatten

Für das Nachfolgeprodukt bleibt der Kanton Microsoft treu. "Die Einführung von Microsoft Teams, die 2024 abgeschlossen sein soll, kostet rund 4,3 Millionen Franken", teilt der Regierungsrat des Kantons mit. Der Betrag sei im Budget 2022 und im Finanzplan eingestellt, so die Finanzdirektion. Klar ist, dass in der Ausschreibung nur eine geringe Anzahl Microsoft-Teams-Lizenzen enthalten war. Für die Einführung von Microsoft Teams brauche es nochmals eine Ausschreibung, so Leiter Digital Zug Reto Joller.
In einem anderen Projekt kam praktisch zeitgleich Bechtle zum Zug: "Neu bezieht der Kanton Zug via Bechtle sämtliche Microsoft-Lizenzen für alle Arbeitsplätze der kantonalen Verwaltung für drei Jahre, mit der Option auf Verlängerung dieses Agreements für weitere drei Jahre", sagt Joller zu inside-it.ch. Bechtle löst damit den bisherigen Lieferanten Softwareone ab.

"An der Cloud führt kein Weg vorbei"

Die mit der Cloud-Lösung Teams verbundenen Risiken seien intensiv erörtert worden, so die Behörde. "In Zukunft führt kein Weg an der Cloud vorbei", lässt sich Finanzdirektor und Regierungsrat Heinz Tännler (SVP) in der Mitteilung zitieren. Um die Risiken zu minimieren, sollen einzelne Funktionsbereiche etappiert eingesetzt werden, wobei in jeder Etappe "Konzepte für die Festlegung von technischen und organisatorischen Massnahmen für die Informationssicherheit und den Datenschutz erarbeitet werden." Damit werde dem erhöhten Schutzbedarf von Daten in der Cloud Rechnung getragen.
Tännler betont, dass die allermeisten Daten in selbst betriebenen Rechenzentren verbleiben würden. Der Regierungsrat habe kürzlich entschieden, ein neues, vollständig redundantes zweites Rechenzentrum zu beziehen, was die Sicherheit nochmals entscheidend verbessere. "Von einer umfassenden Datenspeicherung in Clouddiensten kann keine Rede sein", so Heinz Tännler.
Update 19.30: Anders als zunächst geschrieben, handelt es sich um zwei verschiedene Projekte. Der Artikel wurde angepasst und klarer ausformuliert.

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