Der Kanton Zug lässt ein neues Behörden-Netzwerk aufbauen

25. Februar 2022 um 13:23
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Foto: Florian Wehde / Unsplash

Nach 7 Jahren ersetzt Zug sein Netz für die öffentliche Hand. Grund ist der Aufbau eines zweiten Rechenzentrums sowie gestiegene Bedürfnisse.

Der Kanton Zug will ein Netzwerk für alle Organisationen der öffentlichen Hand aufbauen lassen. Nun sucht das Amt für Informatik und Organisation (AIO) Anbieter für den Ersatz der bestehenden Infrastruktur, den Bezug von Breitband-Anschlüssen sowie den Zugang zum Internet und zu künftigen Cloud-Providern. Zudem will der Kanton Glasfasern anmieten.
Ersetzt wird das bestehende Netz, das nach der Ausschreibung vor rund 7 Jahren bis Mitte 2017 aufgebaut worden ist. Damals ging der Auftrag für 2,3 Millionen Franken an Netcloud, wie dem Zuschlag von 2015 zu entnehmen ist. Die Winterthurer IT-Firma zeichnete für das Konzept und den Betrieb der Core-Standorte verantwortlich und lieferte Netzwerk-Geräte sowie das Netzwerkmanagement. Mittlerweile zählt das Netzwerk 70 Kundenstandorte inklusive acht Gemeindeanschlüsse, insgesamt stehen 5000 LAN-Ports zur Verfügung.
Ab Ende 2022 soll das Erneuerungs-Projekt ZugNETx starten und 2025 abgeschlossen sein. Der Kanton begründet dies mit dem Aufbau eines zweiten Rechenzentrums. Dieses wird in Rotkreuz in Betrieb gehen, alle Standorte des Kantons sollen redundant angeschlossen werden. Zudem benötigten die Notorganisationen wie die Feuerwehr redundante Datenleitungen und schliesslich seien die Bedürfnisse der User des Netzwerks gewachsen, heisst es in den Ausschreibungsunterlagen.
Das Netzwerk mit Rechenzentrums-, Metro- sowie Campus-Bestandteilen soll viele Services unterstützen: Büroautomation, Gebäude-Zutrittssysteme, Video-Streaming, polizeiliche Anwendungen, Polycom, Zugriff auf Bundes-Applikationen sowie Internetzugang und Cloud-Dienste. Die Verträge für Betrieb, Glasfasermiete, Breitband-Anbindung und Internet-Zugang laufen ab Anfang 2023 für 4 Jahre und verlängern sich danach jeweils um ein Jahr, wenn sie nicht gekündigt werden.
Aufgrund der Lieferkettenprobleme geht der Kanton Zug davon aus, dass die Hardware für den Aufbau der Infrastruktur knapp werden könnte. Der potentielle Anbieter muss Massnahmen nennen, um diese Risiken zu minimieren, heisst es in der Ausschreibung.

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