Bevölkerung sorgt sich um mehr Cyberbetrug durch KI

20. April 2026 um 10:25
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Illustration: Erstellt durch inside-it.ch mit Le Chat

Laut einer Axa-Studie gewichtet eine Mehrheit in der Schweiz digitale Sicherheit im KI-Zeitalter als grosse Herausforderung.

Zum zweiten Mal hat der Versicherer Axa in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Sotomo die Studie "Cybersorgenmonitor" durchgeführt. Eine deutliche Mehrheit der Schweizer Bevölkerung rechnet laut der Umfrage damit, dass KI-gestützte Betrugsmaschen künftig häufiger und schädlicher sein werden. 87% erwarten eine Zunahme der Cyberbetrugsfälle, 77% gehen von einem höheren finanziellen Schaden pro Fall aus.
Die digitale Sicherheit und Cyberkriminalität wird als drittgrösste Herausforderung nach den Gesundheitskosten und dem Wohnungsmarkt wahrgenommen. Gemäss Studie werden als grösste Herausforderungen in der digitalen Welt Cyberbetrug genannt, gefolgt von Cyberangriffen auf kritische Infrastrukturen und dem unkontrollierten Einsatz von KI beziehungsweise deren unkontrollierte Entwicklung.
Weiter werden Desinformation und Datenmissbrauch ebenfalls von vielen als bedeutende Probleme wahrgenommen. Weniger häufig genannt werden ein möglicher Rückstand bei der Digitalisierung in der Schweiz oder negative Auswirkungen digitaler Plattformen auf die mentale Gesundheit.

Big Tech in der Pflicht

Die rasante KI-Entwicklung treibt die Bevölkerung um. Eine deutliche Mehrheit von 94% der Befragten verlangt, dass digitale Plattformen KI-generierte Inhalte immer explizit als solche markieren müssen. Die Befragten würden auch die Plattformbetreiber generell in der Pflicht sehen, schreibt Axa. 70% finden, Big-Tech-Konzerne wie Google oder Meta sollten hauptsächlich für den sicheren Gebrauch von KI-generierten Inhalten auf digitalen Plattformen verantwortlich sein.
"Digitale Regulierungsmassnahmen werden also klar befürwortet, aus Sicht der Bevölkerung liegt jedoch die Umsetzung dieser Massnahmen nicht allein beim Staat, sondern die grossen Unternehmen stehen in der Pflicht, einen sicheren Gebrauch ihrer Plattformen zu gewährleisten", sagt Michael Hermann, Leiter von Sotomo, in einer Mitteilung. Von der Vorstellung des eigenverantwortlichen Umgangs mit digitalen Plattformen sei man abgerückt.

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