Bitcoin-Mining verschlingt so viel Elektrizität wie ein US-Bundesstaat

5. Februar 2024 um 13:41
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Seit China ihnen das Leben schwer macht, sind viele grosse Mining-Unternehmen in die USA umgezogen.

Ende der 2010er-Jahre wurden deutlich über 90% der neuen Bitcoins in China "geschürft". Die grossen Bitcoin-Mining-Unternehmen profitierten dort von wenig Regulation, tiefen Arbeits- und vor allem sehr tiefen Elektrizitätskosten. Beim "Mining" genannten Prozess werden die in Blöcke zusammengefassten Bitcoin-Transaktionen in der Blockchain gespeichert und kryptographisch gesichert. Gleichzeitig erhalten die Miner als Belohnung frische Bitcoins. Da dieser Prozess sehr viel Energie verschlingt sind die Elektrizitättskosten der weitaus grösste Kostenfaktor für Mining-Unternehmen.
Als China damit begann, die Regeln zu verschärfen und gegen Kryptounternehmen vorzugehen, suchten sich viele davon eine neue Heimat. Ein grosser Teil zügelte an neue Standorte in den USA, wie 'Ars Technica' berichtet, denn dort ist die Politik vielerorts bemüht darum, dass die Elektrizitätspreise niedrig sind.
Die US-Regierung ist mittlerweile auf die Neuzuzügler aufmerksam geworden und sorgt sich um die zusätzliche Belastung für die Elektrizitätsnetze des Landes. Laut einer aktuellen Schätzung der Energy Information Agency (EIA) beträgt der Verbrauch der US-Bitcoin-Miner gegenwärtig rund 2,3% des gesamten Elektrizitätsverbrauchs der USA. Der innert weniger Jahre hinzugekommene Stromverbrauch würde demnach dem eines mittelgrossen US-Bundesstaats entsprechen.

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Quelle: U.S. Energy Information Administration


Gemäss einer Schätzung des Cambridge Centre for Alternative Finance fand Anfang 2020 noch knapp 3% des globalen Bitcoin-Minings in den USA statt. Schon Anfang 2022 sollen es 38% gewesen sein. Mittlerweile könnte der US-Anteil nochmal deutlich höher geworden sein.
Basierend auf den Zahlen zum globalen Stromverbrauch durch Bitcoin-Mining kommt 'Ars Technica' auf einen jährlichen Verbrauch in den USA von 25 bis 91 Terawattstunden. Der untere Wert würde ungefähr dem Stromverbrauch von Utah entsprechen, der obere dem des Staates Washington.
Wie man der Webseite des Cambridge Center entnehmen kann, ist es allerdings sehr schwer, den Stromverbrauch der Bitcoin-Miner auch nur einigermassen genau abzuschätzen. Die aktuelle Schätzung für den weltweiten Verbrauch liegt zwischen 78 und 378 Terawattstunden - eine riesige Spanne. Zudem zeigt der historische Chart, dass der Verbrauch im Verlauf eines Jahres sehr stark schwanken kann.

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