Der Bundesrat hat die strategische Ausrichtung für das im Juni 2027 in Genf stattfindende Welt-Gipfeltreffen zu Künstlicher Intelligenz festgelegt. Zudem hat er bestimmt, wer die Ziele erreichen soll: Fabiola Gianotti, frühere Chefin der Europäischen Organisation für Kernforschung (Cern) in Genf.
Wie der Bundesrat mitteilte, erhält Gianotti den Titel einer Delegierten des Bundesrats. Sie bekommt die Aufgabe, die strategische und inhaltliche Positionierung des Gipfels mitzuprägen, hochrangige nationale und internationale Akteure zu mobilisieren und Impulse für mögliche Initiativen und Ergebnisse des Gipfels zu geben.
Gianotti leitete das Cern von 2016 bis 2025 als Generaldirektorin. Als solche verfüge sie über umfassende Erfahrung in der Führung einer komplexen internationalen Wissenschaftsinstitution und sei international hervorragend vernetzt, schrieb der Bundesrat. Auch lebe die gebürtige Italienerin seit über zwanzig Jahren in Genf und sei mit dem schweizerischen Wissenschafts- und Innovationsumfeld eng verbunden.
Ziel: Wirkung über Gipfel hinaus
Das am 21. und 22. Juni 2027 stattfindende Gipfeltreffen wird unter dem Motto "Bridging Innovation and Trust" stattfinden, wie der Bundesrat weiter mitteilte.
Ins Zentrum will der Bundesrat zwei strategische Stossrichtungen stellen: die Nutzung von KI als Treiber für Innovation, Wohlstand und gesellschaftlichen Fortschritt sowie die Voraussetzungen für eine vertrauenswürdige und verantwortungsvolle Entwicklung und Anwendung von KI.
Ziel des Bundesrats sei es, wie er schreibt, konkrete Partnerschaften, Initiativen und gemeinsame Handlungsansätze zu entwickeln, die über den Gipfel hinaus Wirkung entfalten. Der Geneva AI Summit biete der Schweiz die Möglichkeit, ihre wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und diplomatischen Stärken zusammenzuführen und die internationale Debatte über Künstliche Intelligenz aktiv mitzugestalten.
Die Vorbereitungsarbeiten werden unter der Federführung des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation in enger Zusammenarbeit mit dem Aussendepartement und dem Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung geführt. Gianotti ist Gesamtleiterin. Aktuell rechnet der Bund mit Kosten von rund sechs Millionen Franken.