Der Bundesrat hat den Bericht "Informationssicherheit Bund 2025" am 12. August 2026 zur Kenntnis genommen. Demnach hat die Bundesverwaltung bei der Umsetzung des Informationssicherheitsgesetzes weitere Fortschritte erzielt. Gleichzeitig bestehen in mehreren Bereichen noch offene Aufgaben, wie der Bund mitteilt.
Zu den Schwerpunkten des vergangenen Jahres gehörten der Aufbau einer einheitlicheren Sicherheits- und Lieferkettengovernance, die Ablösung veralteter Systeme sowie Massnahmen zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit gegenüber Cyberangriffen.
DDoS, Ransomware und Phishing
Die Vorfälle hatten laut Bericht keine schwerwiegenden Auswirkungen auf Informationen oder Daten des Bundes. Gleichzeitig hätten sie gezeigt, dass Prävention und Massnahmen zur Erhöhung der Cyberresilienz weiter ausgebaut werden müssen.
ISMS noch nicht überall vollständig umgesetzt
Fortschritte gebe es beim Aufbau von Informationssicherheitsmanagementsystemen (ISMS) in den Departementen. Der Umsetzungsstand unterscheide sich allerdings
zwischen den einzelnen Verwaltungseinheiten. Als Baustellen nennt der Bericht die Harmonisierung von Prozessen und Werkzeugen, die Überarbeitung technischer Sicherheitsvorgaben sowie ein systematischeres Lieferantenmanagement. Auch beim Betriebssicherheits- und Personensicherheitsregime seien weitere Anpassungen vorgesehen.
Die Departemente haben laut Bund zudem ihre Beschaffungs- und Projektführungsprozesse angepasst. Datenschutz- und Informationssicherheitsbeauftragte sollen dabei systematischer einbezogen werden. Schulungen zur Informationssicherheit seien ebenfalls durchgeführt worden. Bei externen Mitarbeitenden sieht der Bund allerdings noch Verbesserungspotenzial bezüglich Teilnahme und Erfassung.
Einheitliches ISMS mit Digisec
2025 wurden ausserdem die Grundlagen für Digisec geschaffen. Das System soll künftig als bundesweit einheitliche Anwendung für das ISMS dienen. Damit würden sicherheitsrelevante Managementprozesse standardisiert und digital unterstützt werden.
Eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der Sicherheitsvorgaben spielt die Fachstelle des Bundes für Informationssicherheit (FS BIS) beim Staatssekretariat für Sicherheitspolitik (Sepos). Sie berät die zuständigen Stellen in rechtlichen, organisatorischen und technischen Fragen und unterstützt bei schwerwiegenden Sicherheitsvorfällen. Geplant sei, dass Digisec in Zukunft als gemeinsamer Fachdienst unter der Verantwortung des Sepos betrieben wird.