Global reklamierten Ransomware-Gruppen laut Bitdefender 4641 Angriffe für sich.
Ransomware-Akteure haben zwischen Januar und Juni 2026 weltweit 4641 Angriffe für sich reklamiert. Das geht aus einer Auswertung von Bitdefender hervor, die auf öffentlich gemeldeten Opfern von Ransomware-Gruppen basiert. Im Vorjahreszeitraum waren es 4381 Fälle.
In der Schweiz verzeichnet die Auswertung 35 gemeldete Opfer. Damit liege die Schweiz weltweit auf Rang 20 der Länder mit den meisten von Ransomware-Gruppen beanspruchten Angriffen. Österreich komme mit 29 Fällen auf Rang 25. Deutschland liege mit 176 Fällen auf Rang vier. Deutschland lag damit hinter den USA mit 1'989 Fällen, Grossbritannien mit 190 und Kanada mit 201 gemeldeten Opfern.
Die Zahlen stellen dabei keine behördlich bestätigte Statistik zu Ransomware-Angriffen dar. Es seien Fälle erfasst worden, bei denen sich Cyberkriminelle öffentlich zur Urheberschaft bekannt haben beziehungsweise Organisationen auf ihren Leak-Seiten als Opfer aufführen.
In der DACH-Region zielten die Angriffe laut Bitdefender besonders häufig auf Unternehmen aus Produktion, Bau, Technologie, Finanzen und Gesundheitswesen. In der Schweiz traf es gemäss Analyse die Produktion und die Gesundheitsbranche mit je sieben Fällen besonders häufig. In Deutschland hingegen gehörte zudem der Detailhandel zu den stärker betroffenen Branchen. Er kam auf zehn gemeldete Fälle und lag damit vor den Finanzdienstleistern mit fünf Fällen.
Qilin führt weltweite Rangliste an
In der Schweiz verzeichnete der Sicherheitsanbieter mindestens vier Ransomware-Angriffe pro Monat im ersten Halbjahr. Im März habe es sogar elf Fälle gegeben. Dazu zählt wohl auch der Cyberangriff auf die Gemeinde Matten durch Akira. Weltweit wurden laut Bitdefender im ersten Halbjahr 2026 vor allem die Ransomware-Banden Qilin, The Gentlemen und Akira mit Angriffen in Verbindung gebracht.
Nach Einschätzung des Sicherheitsanbieters tragen automatisierte Angriffswerkzeuge, Infostealer und Schadsoftware dazu bei, dass Angreifer Schwachstellen schneller ausnutzen und Sicherheitsmechanismen umgehen können. Betroffen seien zunehmend auch kleine und mittlere Unternehmen. Als weitere Risiken nennt Bitdefender Angriffe auf Lieferketten und Schwachstellen an der Netzwerkperipherie.
Von Ransomware-Akteuren gemeldete Ransomware-Angriffe in der DACH-Region, Januar bis Juni 2026. Grafik: Bitdefender